Tesla-Aktie: Mit Autopilot-Funktion in Stellung

Sie kennen bestimmt die Erfolgsstory des Elektroauto-Herstellers Tesla:

Der Technologie-Konzern wurde erst vor 12 Jahren gegründet. Die Mission war denkbar einfach:

Elektroautos sollten massenfähig gemacht werden. In den letzten Jahren entwickelte sich das kleine Start-up zu einem gefragten Weltkonzern.

Von Juli 2010 bis September 2014 explodierte der Aktienkurs förmlich von 16 US-Dollar auf in der Spitze 286 US-Dollar.

Mittlerweile scheint der Höhenflug  vorerst gestoppt. Der Kurs bröckelte zuletzt auf unter 200 US-Dollar.

Dennoch ist der Elektroauto-Pionier mit gut 25 Mrd. US-Dollar an der Börse bewertet.

Was können Sie in Zukunft von Tesla erwarten? Kann sich der Konzern gegen die große Konkurrenz behaupten? Spiegelt die Bewertung die Wachstums-Perspektiven wider?

Software-Updates mit innovativen Funktionen

Tesla übt derzeit den Spagat zwischen Software-Konzern und Autobauer. Dabei wirken die sehr designorientierten E-Autos bereits vielmehr wie Hightech-Computer auf Rädern.

In der Reihe Model S wurde gerade das jüngste Update übers Internet eingespielt. Damit versucht der Autobauer dem Reichweiten-Problem Herr zu werden.

Die neue Funktion „Range Assurance“ warnt den Fahrer bevor er außer Reichweite der nächstmöglichen Ladestation gerät.

Mit dem Update schlägt Tesla gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Denn zusätzlich werden die E-Autos um Sicherheitsfunktionen wie Notfallbremse und Seitenkollisions-Warnung erweitert.

Tesla macht Fortschritte beim autonomen Fahren

Der Konzern arbeitet weiter am Image des Innovations-Führers. Das Erkennen von Verkehrsschildern und automatische Geschwindigkeits-Regulierung waren bereits lange bekannt.

Doch damit nicht genug. In einigen Monaten sollen die Autos erste Funktionen für (semi-) autonomes Fahren bekommen.

Der Fahrer bleibt dabei zwar am Steuer, kann aber Hände vom Lenkrad und den Fuß vom Gaspedal nehmen. Auch eine Funktion für komplett fahrerloses Fahren ist geplant.

Absatzzahlen unter Erwartungen

Zuletzt hatte Tesla mit Absatz-Schwierigkeiten zu kämpfen; Besonders gravierend waren die Erlösrückgänge in Kalifornien (-27%).

Doch damit nicht genug: In China sollen 30% der Stellen gekürzt werden – ein massiver Rückschlag für Tesla, denn die Erwartungen an das Zukunftsland waren hoch.

Im letzten Quartal machte der Konzern insgesamt 108 Mio. US-Dollar Verlust. Insgesamt waren es im vergangenen Jahr 294 Mio. US-Dollar.

Gründe für die roten Zahlen waren insbesondere die hohen Entwicklungs-Kosten, der Bau einer riesigen Batteriefabrik und natürlich der Ausbau des Unternehmens.

Konkurrenz nimmt spürbar zu

Bislang hat Tesla das einzige wirklich langstreckentaugliche Elektroauto am Markt:

Mit der Reichweite von bis zu 500 km pro Akkuladung liegt Tesla im Vergleich ganz weit vorne. Elektroautos wie der BMW i3, der Nissans Leaf oder VWs eUp schaffen nicht einmal die Hälfte.

Doch das dürfte sich in absehbarer Zeit ändern: Ein Elektro-SUV von Audi mit mehr als 400 km Reichweite dürfte 2018 auf den Markt kommen. Porsche und Mercedes tüfteln an ähnlichen Modellen.

In der Oberklasse dürfte Teslas Technik-Vorsprung damit tendenziell zusammenschmelzen. Schlimmer noch: Auch in der Mittelklasse zieht die Konkurrenz nach.

Die Bewertung von Tesla ist unverändert sportlich: Bei Jahresumsätzen von zuletzt knapp 3,2 Mrd. US-Dollar ist die Aktie mit dem 7,8-Fachen der Erlöse bewertet.

Auf Gewinne müssen Anleger vor dem Hintergrund der hohen Investitionen wohl noch eine ganze Weile warten.

25. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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