Tesla im Chartcheck. Verfall: DAX wie geplant unter 14.000 Punkte abgerechnet

Tesla Model S Logo RED – shutterstock_539299999 Andrei Tudoran

Bis zur Amtseinführung von Joe Biden wird die Börse vermutlich eher vorsichtig agieren. Wenn das Risiko aus dem Markt ist, läuft der auch wieder normal. (Foto: Andrei Tudoran / Shutterstock.com)

Eine große Call-Position lag im DAX bei 14.000 Punkten. Erwartungsgemäß wurde deshalb heute Mittag darunter abgerechnet. Die Stillhalter konnten den DAX noch rechtzeitig nach unten drücken und mussten somit die 14000er Calls nicht auszahlen. Ab Montag wird dann der Markt wieder neu gemischt.

Wobei, so ganz viel Hoffnung habe ich noch nicht. Bis zur Amtseinführung von Joe Biden wird die Börse vermutlich eher vorsichtig agieren. Erst wenn der Amtswechsel erfolgreich vollzogen ist, haben wir ein großes Risiko aus dem Markt entfernt. So scheint zumindest der Tenor an der Wall Street. Bis dahin ist die Tendenz eher nach unten bei den Indizes. Absicherung wird großgeschrieben.

Tesla im logarithmischen Chart

Heute zeige ich Ihnen, warum der logarithmische Chart in einigen Situation mehr Sinn ergibt. Gerade bei Kursen, die extreme Anstiege vorzuweisen haben. Dann gibt es etwas mehr Relation und die großen Jungs schauen eben auch darauf. Insofern kann es für Privatanleger ein Quantensprung sein, einmal ein anderen Blickwinkel zu benutzen. Hier ist Tesla im Tageschart – nur eben logarithmisch. Da gibt es einen zulaufenden Keil, der diese Woche an der Oberseite noch einmal bestätigt wurde.

In diesem Chart ist es offenbar ganz normal, dass die Kurse diese Woche nicht weiter gestiegen sind. Schließlich hat die obere Trendlinie eindeutig den Anstieg limitiert. Wenn Sie den normalen Chart anschauen, wirkt es dagegen total chaotisch und Sie wären nie auf die Idee gekommen, wo diese Woche das Maximalziel liegt. Andersherum: Wer die Aktie shorten will, braucht genau diesen Chart, damit es deutliche Einstiegspunkte für den Short gibt.

Zum Vergleich zeige ich Ihnen noch den Tesla-Chart in der normalen Darstellung. Da sehen Sie schnell, dass es verdammt schwierig wird zu erkennen, ab welchem Punkt Sie short gehen sollte. Es muss ja auch nicht immer short sein – gerade bei Tesla. Es reicht ja auch, wenn Sie einen Punkt erkennen, an dem Sie Gewinn mitnehmen und die Aktie verkaufen können.

Jetzt aber zum üblichen Chart mit weniger Aussagekraft. Hier erkennen Sie auch sofort, dass dieselben Trendlinien deutlich weniger nützlich sind.

Tesla hat die obere Trendlinie verlassen und rennt einfach weiter nach oben. Nur im logarithmischen Chart haben wir eine Idee bekommen, wo die Rallye kurz pausieren könnte. Erschwerend kommt in diesem Chart hinzu, dass die untere Trendlinie mehrmals durchbrochen wird und somit nicht wirklich brauchbar ist.

Wechseln Sie deshalb ab und zu auf den logarithmischen Chart, wenn die Kurse besonders stark ansteigen. Da gibt es im aktuellen Umfeld einige Beispiele, die logarithmische Darstellungen gebrauchen können. Nicht nur die Wasserstoff-Aktien, auch Bitcoin ist mit dieser Art der Betrachtung etwas leichter zu verstehen.

Bitcoin_shutterstock_738985114_Wit Olszewski

Tesla-Chef twittert – Bitcoin bricht einTesla akzeptiert Bitcoin nicht mehr als Zahlungsmittel, die Kryptowährung bricht ein. Kurz zuvor hatte Tesla noch erfolgreich spekuliert. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter "GeVestor täglich". Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz