Tesla: Irgendwo zwischen Vollgas und Vollbremsung

Tesla spaltet die Gemüter; bei kaum einer anderen Aktie gehen die Meinungen so weit auseinander wie bei der des Elektroautobauers. (Foto: Hadrian / Shutterstock.com)

Es gibt immer wieder Ereignisse, die entscheidend für die weitere Entwicklung der Unternehmen sind:

Während es bei Apple immer wieder die Neuheiten sind, die über die Performance der kommenden Wochen entscheiden, steht bei einem anderen „Börsen-Liebling“ eine noch umfassendere Maßnahme auf der Agenda.

Am Freitag dürfte Tesla Schlagzeilen machen.

Entscheidungs-Tage für die Tesla-Aktie

So startet am Freitag die Produktion des Models 3, für das es bislang mehr als 400.000 Vorbestellungen gibt.

Dieses Modell soll den Einstieg in die Mittelklasse leisten und zum Verkaufsschlager von Tesla werden.

In diesem Monat sollen die ersten 30 dieser Fahrzeuge an die Kunden übergeben werden.

Im August werden, so der Wunsch des Unternehmens, 100 Autos und im September über 1500 ausgeliefert. Und diese Wachstums-Phase soll sich noch beschleunigen:

So sind im letzten Monat des Jahres rund 200.000 Auslieferungen geplant. Gelingen diese Pläne, dürfte sich der Aktienkurs deutlich verbessern.

Immerhin sind dann auch schwarze Zahlen und positive Zukunfts-Aussichten greifbar. Allerdings hat Tesla seine eigenen Prognosen in der Vergangenheit oftmals nicht einhalten können.

Unternehmens-Portrait

Der amerikanische Konzern Tesla kann auf eine 14-jährige Geschichte zurückblicken.

Er wurde gegründet, um den Übergang zu einem nachhaltigen Transportwesen zu beschleunigen, wofür Elektro-Autos für ein breites Publikum gebaut werden sollten.

Dies könnte mit dem Model 3 jetzt tatsächlich gelingen.

Analysten-Meinungen gehen weit auseinander

Über eines sind sich die Marktbeobachter aber einig: Der Autobauer Tesla trennt – ähnlich wie der amerikanische Präsident Trump – die Gemüter.

Während die einen den Betrieb für vollkommen überbewertet halten und einen baldigen Kursrutsch prognostizieren, rechnen andere mit einer anhaltenden Aufwärts-Bewegung der Aktie.

Die Gründe für beide Lager sind einleuchtend:

Die Skeptiker erhalten Rückendeckung durch die Fundamentaldaten: Zwar stieg der Umsatz im vergangenen Jahr von 4 auf rund 7 Mrd. Dollar.

Der Verlust lag aber noch immer bei mehr als 773 Mio. Dollar.

Zudem hat die Firma in der Geschichte noch keinen Gewinn gemacht und immer wieder – zuletzt zu Wochenbeginn – die prognostizierten Fahrzeug-Absatzzahlen verfehlt.

Ferner kannten die Papiere von Tesla in den letzten Monaten nahezu nur eine Richtung: nach oben.

Das sorgt dafür, dass die Marktkapitalisierung höher ist als jene von General Motors (GM), Ford und Fiat Chrysler.

Auf der anderen Seite hat Tesla tatsächlich einige Jahre Vorsprung vor den übrigen Autobauern.

Die haben zwar inzwischen alle Elektro-Offensiven gestartet, jedoch auch immer wieder mit Verzögerungen zu kämpfen.

Und dieser Vorsprung rechtfertigt die hohe Bewertung, so die Befürworter.

Nur für risikobereite Anleger geeignet

Sie sehen, der Freitag bzw. die kommenden Tage versprechen Spannung pur:

Wird alles nach Plan gehen oder gibt es doch irgendwelche Störungen, die für einen Einbruch sorgen?

Endgültigen Aufschluss, ob die vollmundigen Absichten und Versprechungen gehalten werden können, wird der 2. August bringen.

Dann stehen nämlich die Quartalszahlen zur Veröffentlichung an. Die Tesla-Aktie bleibt nur für risikobereite Anleger als spekulative Depot-Beimischung geeignet.

Tesla ist ohne Frage eine Aktie mit hohem Kurs-Potenzial, allerdings ist das Risiko ebenfalls hoch.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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