Tesla kämpft gegen den Staat

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Wer kann den neuen Elektroauto-Hersteller Tesla noch aufhalten? Im Moment tobt ein Krieg um die Zukunft der Automobilindustrie. Gegner hat das junge amerikanische Unternehmen an allen Fronten. Drei US-Bundesstaaten haben nun das Direktverkaufsmodell des Herstellers verboten. Wie geht es weiter? (Foto: Hadrian / Shutterstock.com)

Tesla ist die Zukunft – zumindest laut dem Vorstand des Unternehmens, Elon Musk. Für viele sind die gut aussehenden und starken Elektroautos revolutionär.

Wer kann den neuen Autohersteller noch aufhalten? Es sieht so aus, als wären das New Jersey, Arizona und die Cowboys in Texas. In diesen drei amerikanischen Bundesstaaten wurde das neue Direktverkaufs-Modell von Tesla verboten.

Über die Technologie lässt sich streiten. Manche meinen, dass die deutschen Autohersteller dem amerikanischen Neuling in nichts nachstehen. Sogar, dass die deutschen Elektroautos Tesla voraus sind.

Doch das Verkaufsmodell, das CEO Elon Musk verwenden möchte, ist sicher neu. Über das Internet kann man das neue Auto „Model S“ direkt beim Hersteller kaufen. Außerdem betreibt das Unternehmen Tesla selbst eigene Verkaufsläden für seine Autos.

Die Händler werden dadurch komplett ausgeschaltet, doch für Autofahrer könnte das um einiges günstiger kommen. Deshalb steigen die Händler auf die Barrikaden!

Was ist passiert?

In einigen US-Bundesstaaten benötigt man eine Lizenz als Autohändler um Fahrzeuge verkaufen zu dürfen. Das führt dazu, dass die Regierungen von bisher drei Bundesstaaten Tesla verbaten, direkt an Konsumenten zu verkaufen.

Erst am Dienstag wurde die Entscheidung im Bundesstaat New Jersey veröffentlicht. Obwohl die Regierung dort zuerst Verkaufslizenzen an Tesla vergeben hatte, wurden diese nun wieder zurückgezogen. Tesla hat in New Jersey schon 600 Autos des „Model S“ verkauft.

Das Unternehmen reagierte heftig auf die Entscheidung. In einer Presseaussendung bezeichnete es das Vorgehen als einen „Angriff auf den freien Markt“ und ein „schändliches Beispiel für die Einflussnahme einzelner Interessen auf die Gesetzgebung gegenüber dem Wohl der Konsumenten“.

Der Chef der „New Jersey Autohändler“, Jim Appleton, verteidigt die Entscheidung.

Für viele ist der „Kampf Teslas gegen den Rest der Industrie“ ein Beispiel für neue Ideen und Business Modelle gegen alteingesessene Strukturen und das Bewahren des Status Quo.

Die Sympathie vieler Endverbraucher alleine wird Tesla aber nicht retten. Dazu müssen bald starke Verkaufszahlen her. Immerhin ist der Direktverkauf ja nur in drei Bundesstaaten verboten. In Kalifornien, wo auch das Produktionswerk von Tesla angesiedelt ist, sieht man immer mehr „Model S“ auf den Straßen.

Auswirkung auf die Aktie

Die Aktie ist am Dienstag, nach der Entscheidung in New Jersey leicht eingebrochen, hat sich aber am Mittwoch sofort wieder erholt und den bisherigen Höhenflug weiter fortgesetzt. Derzeit notiert das Unternehmen bei 241,49 US-Dollar, Tendenz steigend!

Für Sie stellt sich die Frage, geht es weiter nach oben oder nicht? Die meisten Aktien hatten sich im Januar dieses Jahres eine Verschnaufpause gegönnt. Die Aktien von Tesla sind nur leicht zurückgegangen, doch immerhin ist jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Einstieg, falls Sie vom Business Modell, der Qualität der Autos und der Standhaftigkeit des Unternehmens überzeugt sind!

Tesla-Aktie-2013-2014

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Von: Philipp Zahrer. Über den Autor

Philipp Zahrer war maßgeblich am Aufbau eines Wertpapierdienstleisters in Wien beteiligt, für den er mehr als sechs Jahre in den Bereichen Private Banking und Produktentwicklung tätig war.