Tiefkühlspezialist Frosta gehört zu den Corona-Gewinnern

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Der Tiefkühlkost-Hersteller Frosta hat gute Geschäftszahlen vorgelegt. Das Ergebnis vor Steuern hat sich im Vorjahresvergleich mehr als verdoppelt. (Foto: tom - Adobe Stock)

Trotz der moderaten Corona-Lockerungen, die gestern Abend beschlossen worden sind, leiden große Teile der deutschen Wirtschaft unter den durch die Pandemie bedingten Auflagen. Auf der anderen Seite profitieren auch einige Wirtschaftsbereiche von der Krise. Hierzu gehören z.B. die Hersteller von Tiefkühlkost, wie die in Bremerhaven beheimatete Frosta AG.

Dies belegen die jetzt veröffentlichten Geschäftszahlen des Tiefkühlspezialisten. Bevor ich Ihnen jedoch das erfreuliche Zahlenwerk erläutere, möchte ich Ihnen den Tiefkühlspezialisten aus dem hohen Norden kurz vorstellen.

Spezialist für hochwertige und nachhaltige Tiefkühlkost

Mit seiner Tiefkühlmarke Frosta ist das Unternehmen aus dem hohen Norden Deutschlands nach eigenen Angaben mit etwa 25% Marktanteil die Nr. 1 für Tiefkühl-Komplettgerichte in Deutschland. Auch in Polen ist Frosta Marktführer im Bereich Tiefkühlfisch.

Das Unternehmen erzielt rund ein Drittel seiner Umsätze im Ausland, vor allem in osteuropäischen Ländern. Produziert werden die Frosta-Produkte in Bremerhaven (tiefgefrorene Fischprodukte und Fertiggerichte), Lommatzsch bei Meißen (Gemüse), Bobenheim-Roxheim in der Nähe von Worms (Gemüse- und Kräuterprodukte sowie Teigwaren).

Schon seit Jahren setzt Frosta bei seinen Produkten auf nachhaltige Zutaten, nachhaltige Verpackungen und auch auf eine nachhaltige Produktion. Um dem Anspruch einer nachhaltigen Produktion gerecht zu werden, setzt Frosta auf grünen Strom und Energiesparprojekte sowie auf einen Gemüseanbau vor der Haustür und eine gläserne Produktion.

Vorläufige Geschäftszahlen überzeugen

Die kürzlich veröffentlichten vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 können sich sehen lassen: So konnte die Frosta AG ihren Umsatz in 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 5,4% auf 552 Mio. Euro steigern.

Besonders erfolgreich war dabei die Eigenmarke Frosta, die im Inland um stolze 23,3% und damit deutlich schneller als der Markt gewachsen ist. Das höchste Markenwachstum konnte dabei im Bereich Gemüse/Kräuter (+34,8%) erzielt werden.

Dagegen ist der Umsatz im Foodservicebereich (Gastronomie) um 20 Mio. Euro gesunken. Dies lag vor allem an der Schließung von Gastronomie, Kantinen und anderer Großkunden des Bremerhavener Unternehmens.

Ergebnis mehr als verdoppelt

Zwar haben die Corona-Schutzmaßnahmen in den Werken und deutlich höhere Logistikkosten zu Mehrkosten von etwa 4% geführt. Aber unter dem Strich erwirtschaftete Frosta in 2020 einen Nettogewinn von 25,1 Mio. Euro. Damit lag das Jahresergebnis 2020 mehr als doppelt so hoch wie das schwache Vorjahresergebnis von 12,4 Mio. Euro.

Aufgrund der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hält sich der Tiefkühlkost-Hersteller bei seiner Prognose für das laufende Geschäftsjahr zurück und nennt keine konkreten Zahlen. Frosta gibt nur an, dass sich das Jahresergebnis in Prozent vom Umsatz (sprich die EBIT-Marge) im mittleren einstelligen Bereich bewegen wird.

Nachdem Frosta im Jahr 2019 aufgrund von unerwarteten Rohwarenpreissteigerungen deutliche Gewinneinbrüche hinnehmen musste, sieht sich das Unternehmen wieder im Wachstumstrend der Vorjahre. Dies zeigt sich auch im Kurs der Frost-Aktie, die sich in den vergangenen  Monaten gut entwickelt hat und auch in Zukunft noch weiter zulegen dürfte.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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