Top-Goldproduzenten kommen aus Nordamerika

Bei der Vorbereitung auf meine Kanada-Reise in den kommenden Tagen bin ich auf die aktuelle Produktionsstatistik der 10 größten Goldproduzenten 2015 gestoßen. In früheren Jahren war es tatsächlich so, dass die Maxime galt: „Big is beautiful“. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Nun ist die Effizienz der wichtigste Faktor.

Dahinter stehen die Produktionskosten und die finanzielle Lage der Goldminen im Fokus. Dennoch ist es spannend zu schauen, wer denn nun die 3 größten Goldproduzenten der Welt sind. Weiterhin auf dem ersten Platz rangiert hier Barrick Gold aus Kanada mit einer Goldproduktion von 6,12 Mio. Unzen. Das entspricht immerhin einem leichten Rückgang von 2% im Vergleich zum Vorjahr.

Grundsätzlich haben 6 der 10 größten Goldproduzenten im vergangenen Jahr Produktionsrückgänge gemeldet. Das werte ich als positives Signal. Es geht eben nicht mehr darum, so viel Gold wie möglich zu fördern, sondern das Gold so profitabel wie möglich zu fördern. Rückgänge bei der Produktion werte ich dabei nicht negativ.

Barrick Gold weiterhin die weltweite Nummer 1 bei den Goldproduzenten

Mit deutlichem Abstand notiert dann Newmont Mining aus den USA auf dem zweiten Platz und einer Produktionsmenge von 5,04 Mio. Unzen Gold. Das ist immerhin ein Zuwachs von 4% im Vergleich zum Vorjahr. Auf Platz drei folgt dann AngloGold Ashanti aus Südafrika.

Hier fiel der Produktionsrückgang mit 11% besonders drastisch aus. Gleichzeitig schaffte der südafrikanische Produzent aber eine Reduzierung der Gesamtkosten der Produktion von 11% auf jetzt nur noch 910 Dollar pro Unze. Hier sehen Sie schon, dass auf diesem Niveau eine ordentliche Marge herauskommt, selbst bei einem Goldpreis auf dem aktuell niedrigen Niveau.

Auf der PDAC 2016 in Toronto werde ich mich ab Sonntag auch ganz intensiv mit den Produktionskosten bei den vielen verschiedenen Minenfirmen auseinandersetzen. Wichtig ist dabei die Frage, wie nachhaltig die aktuellen Maßnahmen sind oder ob sehr schnell wieder Steigerungen bei den Kosten drohen sobald die Preise für die Edel- und Industriemetalle wieder anziehen?

Ich freue mich schon auf viele interessante Gespräche mit aussichtsreichen Rohstofffirmen und kompetenten Marktbeobachtern des Rohstoffmarktes. Auch dieses Jahr werden wieder mehr als 23.000 Besucher aus aller Welt nach Toronto kommen. Zum Höhepunkt des Bullenmarktes bei den Rohstoffen im Jahr 2011 waren es sogar mal über 30.000 – doch von der damaligen Euphorie ist jetzt auch nicht mehr viel übrig.

Immerhin haben die ersten beiden Monate des neuen Jahres schon gezeigt, was möglich ist bei den Rohstoffen. Ich bin mir fast sicher, dass dies erst der Anfang war.

2. März 2016

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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