Top-Rohstoffkonzern mit satter Dividende

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Fast 7% Dividendenrendite sind ein starkes Wort. Wenn diese auch noch von einem guten Unternehmen gezahlt wird, müssen Anleger genau hinschauen. Lesen Sie unsere Analyse! (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Eine Dividendenrendite von annähernd 7% lässt niemanden kalt. Sie etwa? Wenn diese Ausschüttung dann noch von einem Unternehmen erwirtschaftet wird, das eine gute Perspektive und einen soliden Namen hat – was will man mehr? Doch einen kleinen Haken hat die Aktie: sie könnte stark schwanken. Doch der Reihe nach. Warum die Aktie von Norilsk Nickel einer unserer Favoriten ist. Norilsk Nickel ist der größte Bunt- und Edelmetallkonzern Russlands und weltweit der größte Palladium- und Nickelproduzent.

Neben den Haupterzeugnissen Nickel und Palladium ist der Konzern führend in der Platin- und Kupferproduktion. Ferner befinden sich im Produktportfolio eine Reihe von Nebenprodukten, unter anderem Kobalt, Rhodium, Silber, Gold, Tellur, Selen, Iridium und Ruthenium.

Eine hohe Dividende als Trumpf für Anleger

Norilsk Nickel blickt nach einem durchwachsenen 1. Halbjahr zuversichtlich in die Zukunft. Während der Umsatz dank höherer Metallpreise um 11% auf 4,2 Mrd $ zulegte, wurde die Gewinnentwicklung durch Einmalaufwendungen sowie durch den Anstieg des russischen Rubels gegenüber dem US-Dollar beeinträchtigt. So verdiente das Unternehmen nur noch 918 Mio $, verglichen mit 1,3 Mrd $ im Vorjahr. Der Nickelpreis hat sich unterdessen deutlich erholt.

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Der Ausblick wird durch weltweit reduzierte Lagerbestände gestützt. Zudem haben die führenden Anbieter ihre Produktion zurückgefahren. Für das laufende Jahr wird daher ein Angebotsdefizit erwartet, das sich nach aktuellen Schätzungen im Jahr 2018 deutlich erhöhen dürfte. Auch bei Palladium und Kupfer stellt sich der Ausblick positiv dar. Darüber hinaus hat der Rubel seinen Aufwärtstrend gestoppt.

Damit hat sich der Gewinnausblick deutlich verbessert. Wir rechnen auch mit einer guten Schlussdividende, die die Ausschüttungen im Gesamtjahr auf über 1,00 $ pro ADR-Aktie hieven sollte. Für das 1. Halbjahr wurde eine Zwischendividende von 0,38 $ pro ADR-Aktie gezahlt.

Bei Schwäche unbedingt kaufen!

Angesichts der verbesserten Fundamentaldaten an den Rohstoffmärkten hat sich das Kurspotenzial verbessert. Zudem bietet die Aktie eine hohe Dividendenrendite, die für das zyklisch bedingt höhere Kursrisiko entschädigt. Das Risiko, langfristig eine Negativrendite einzufahren, erscheint daher trotz der langfristig schweren Vorhersehbarkeit der Rohstoffpreisentwicklung begrenzt. Hier bekommen Anleger eine Aktie, die große Chancen bei begrenztem Risiko bietet. Wer bisher wenig Rohstofftitel im Depot hat, sollte hier zugreifen. Vor allem bei schwächeren Kursen wirkt die hohe Dividende doppelt attraktiv! Eine gute Aktie!


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.