Top-Unternehmen auf Wachstumskurs

GRENKE ist seit vielen Jahren auf Kurs. Warum die Aktie noch immer ein Kauf ist. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Sind Sie öfter mal genervt vom Effizienzwahn mancher Menschen? In Zeiten, in denen möglichst auch unser Kühlschrank smart sein soll und wir uns mit unseren Mitmenschen in Echtzeit abstimmen, um auch die einfachsten Prozesse zu synchronisieren, tut ein wenig Abstand manchmal ganz gut. Der Urlaub ist dafür die Gelegenheit: Keine kurzfristigen Verabredungen zum Essen, keine rastlosen Fahrten zum Einkaufsmarkt zwischen Arbeitsplatz und Kita.

Während Entschleunigung im privaten Bereich dringend geboten ist, macht Effizienzsteigerung in manchen Dingen durchaus Sinn. Zum Beispiel in Finanzierungsfragen. Wenn Unternehmen heute noch Fahrzeuge oder Büromöbel kaufen, ist das alles andere als effizient. Das Leasing auf dem Vormarsch ist, hat ein Unternehmen aus Baden-Baden schon vor Jahren erkannt. Der Leasing-Pionier in der Analyse.

Gute Zahlen in Serie

GRENKE ist Marktführer im Bereich „Small-Ticket-IT-Leasing“, d. h. in der Finanzierung von Produkten der Informations- Technologie (IT) wie PCs, Notebooks, Kopierer, Drucker und Software per Geschäft und Internet bis zu einem Anschaffungswert von 25.000 Euro. Das Unternehmen ist mit 27 Standorten in Deutschland und mit 51 Standorten im europäischen Ausland präsent. Zudem betreibt die Gruppe auch Autoleasing und Factoring.

GRENKE hat das dynamische Wachstum der vergangenen Jahre auch 2017 fortgesetzt. Mit einem Anstieg des Gewinns um 21,1% auf 125 Mio € wird die Profitabilität des Geschäftes untermauert. In den Erträgen schlagen sich unverändert das hohe, profitable Neugeschäft sowie das niedrige Zinsumfeld positiv nieder. Insgesamt wurde die Summe aus Zinsen und ähnlichen Erträgen aus dem Finanzierungsgeschäft um 10,9% auf 289,4 Mio € gesteigert.

Grenke-Aktie: Rücksetzer ist eine gute EinstiegschanceDer Leasing-Spezialist Grenke bleibt auf Wachstumskurs. Der Rücksetzer im Zuge der Marktkorrektur eröffnet eine gute Einstiegschance. › mehr lesen

Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung gingen dagegen auf 42,8 Mio € zurück. Damit legte das Zinsergebnis um 13,2% auf 246,6 Mio € zu. Inklusive Schadensabwicklung und Risikovorsorge stieg es um 17,5% auf 191,1 Mio €. Die Schadenquote ging von 1,2 auf 1,0% zurück. Die Ergebnisse aus Service- und Neugeschäft legten um 19,0% bzw. 17,3% kräftig zu. Insgesamt wurde das operative Ergebnis um 17,4% auf 322,5 Mio € gesteigert.

Neue Vorstandsvorsitzende mit ambitionierten Plänen

Im März hat Antje Leminsky den Vorstandsvorsitz von Wolfgang Grenke übernommen und ist unter anderem für die Konzernstrategie verantwortlich. GRENKE versteht sich als Wachstumsunternehmen. Mit neuen Standorten wurde die Nähe zu den Kunden intensiviert. Das hat das Unternehmen auch 2018 vor.

Neben verschiedenen Zellteilungen in GRENKEs 5 bedeutendsten Märkten wird der Markteintritt mit Leasingangeboten in den baltischen Staaten sowie in Neuseeland vorangetrieben. Darüber hinaus will GRENKE in Portugal mit seinem Factoring-Angebot Fuß fassen. Für 2018 erwarten wir eine vergleichbar dynamische Geschäftsentwicklung wie 2017. Die Aktie bleibt aussichtsreich!


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.