Traden Sie einfach wie in den Koalitions-Verhandlungen

Lieber keine Regierung, als eine schlechte. Deshalb ist es manchmal auch besser keinen Trade zu machen, als einen schlechten. Von […] (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Lieber keine Regierung, als eine schlechte. Deshalb ist es manchmal auch besser keinen Trade zu machen, als einen schlechten.

Von Zeit zu Zeit können wir auch Nostradamus spielen. Wir kennen die Zukunft – schon heute.

Nostradamus-Trading

Direkt nach der Wahl hieß es, dass es schwierig wird mit der Regierungs-Bildung. Sofort wurde das Motto „vor Weihnachten“ stetig wiederholt – also nur keine Hektik!

Wir haben 3 – 4 verschiedene Farben, die müssen sich erst einmal schön vermischen – wenn es klappt…

Tja, hat es nicht…. Vor Weihnachten wird es wohl nur ganz spontan noch zu einer neuen Regierung kommen – eher aber nicht darauf wetten, die Chancen stehen einfach nicht gut!

Und was machen wir diese Woche beispielsweise im 5-Minuten-Trader? – Wir spielen auch Nostradamus:

Wir wissen, dass morgen in den USA eine neue Entscheidung getroffen wird in puncto Zinsen.

Das kann immer zu ungewünschten Marktreaktion führen. Es ist also nicht der ideale Zeitpunkt für einen Einstieg, aber es geht noch weiter:

Am Donnerstag findet das ähnliche Spiel hier statt. Die EZB kommt zu einer Zins-Entscheidung.

Diese wird in den meisten Fällen zwar keine Änderung bringen, aber oft reicht schon ein Nebensatz in der Begründung, warum die Märkte in die eine oder andere Richtung hüpfen.

Deshalb gilt auch hier: Lieber einmal weniger traden, wenn der Zeitpunkt nicht perfekt ist!

Und zu guter Letzt haben wir am Freitag den letzten großen Verfallstermin an den Terminbörsen in diesem Jahr.

Auch da ist immer viel Action angesagt, wenn die Kontrakte abgerechnet werden – ebenfalls kein Grund in den Markt einzusteigen.

Neue Woche, neues Glück

Es ist doch auch schön, wenn wir es einmal ruhig angehen lassen – gerade zur Vorweihnachtszeit:

ein bisschen besinnen und einfach einmal durchatmen, die Märkte links liegen lassen und dafür vielleicht die Weihnachtsmärkte in den Vordergrund rücken.

Glühwein & Co. bewegen sich momentan auch mehr als der DAX, selbst wenn der immerhin aktuell über 13.100 Punkte geklettert ist.

Aber das lassen wir heute auch einmal. Haben Sie eigentlich schon Weihnachts-Geschenke gekauft? Und wissen Sie schon, wo Sie dieses Jahr ihren Tannenbaum kaufen?

Das sind die wichtigen Fragen, die wir uns diese Woche stellen können. Wenn schon die Börse gleich 3 heilige Termine hat, die für Wirbel sorgen werden.

Fazit: In der Ruhe liegt die Kraft

Also, genießen Sie die hoffentlich noch stressfreie Zeit vor Weihnachten!

Besinnen Sie sich auf das Wesentliche und lassen Sie den Abend bei 1 oder 2 Gläsern Glühwein ausklingen – dafür dürfen Sie auch mehr als 5 Min. investieren!

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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