Trend-Zyklen: Ideen für Ihre Positionierung am Aktienmarkt

Die Weichen sind gestellt. Nun gilt es, sich zu positionieren. Ich liefere Ihnen dazu heute Ideen mit den Trend-Zyklen. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Mit dem Festhalten der US-Notenbank an ihrer Liquiditätspolitik und der Bundestagswahl sind nun die für die Marktteilnehmer wichtigen Entscheidungen gefallen.

Auch wenn wir in Deutschland mit Sicherheit eine „neue“ Bundesregierung bekommen werden: Sie dürfte wohl nur und wiederum von Frau Merkel angeführt werden.

Damit liegt der Ball nun bei den Investoren, sich auf Basis dieser Entscheidungen an den Aktienmärkten zu positionieren.

Das gilt zumindest für die Anleger, die aus diesen Gründen heraus eine Positionierung hinausgeschoben hatten. Und für die kann es eigentlich nur eine Entscheidung geben.

Für die Unentschiedenen oder nach Neu-Orientierung oder Ideen suchenden unter Ihnen, möchte ich daher heute Denkanstöße geben, wo in den kommenden Wochen und vielleicht auch Monaten Chancen liegen könnten.

Dazu werfe ich mit Ihnen einen Blick auf die 18 wichtigsten deutschen Branchen-Indizes sowie den DAX, MDAX, SDAX, TEC-DAX und Technology All-Share Index.

Das tue ich indes nicht anhand der Charttechnik, aber mit Hilfe von auf den Kursverläufen basierenden Fakten. Ich nenne sie Trend-Zyklen.

So funktionieren meine Trend-Zyklen:

Genauer gesagt sind dies die sogenannten Exponentiellen Gleitenden Durchschnitte (englisch: Exponential Moving Averages = EMAs). Ohne hier auf deren etwas komplizierte Berechnungsmethode einzugehen (was ohnehin der Computer für Sie erledigt):

Diese Art Gleitender Durchschnitte gewichtet die jüngere Kursentwicklung des analysierten Marktes stärker.

So erfahren die aktuellen Notierungen im Gleitenden Durchschnitt eine höhere Gewichtung, wodurch diese sich in der Durchschnittslinie früher bemerkbar machen.

Zur Bestimmung des langfristigen Trends ziehe ich die exponentielle 50- und 200-Tagelinie heran. Für den mittelfristigen Trend vergleiche ich die exponentielle 20- und 50-Tagelinie.

Überkreuzungen dieser Tagelinienpaare kennzeichnen dann die Trend-Wechsel: An diesen Punkten beginnen und enden die Trend-Zyklen.

Diese Methode ist einfach, da der Computer die Tagelinien berechnet und mechanisch, weil die Gleitenden Durchschnitte durch die Kursentwicklung des Marktes bestimmt werden.

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Die gleich folgende Tabelle zeigt Ihnen die lang- und mittelfristigen Trend-Zyklen für die eingangs genannten Markt-Indizes und Branchen, die DAXsectors. (Hinweis: Das PI steht für Performance-Index und weist darauf hin, dass in diese Indizes neben der Kursentwicklung auch gezahlte Dividenden einfließen).

Die Tabelle weist zudem aus, wie lange die jeweiligen Zyklen bereits intakt sind und wie sie sich seither entwickelt haben (Veränderung).

Weiterhin können Sie aufgrund des Abstandes der EMAs zueinander ablesen, wann ein Trend-Zyklus beendet würde – mithin also, wie fortgeschritten er ist und wie wahrscheinlich ein solches Ende wäre.

In der Spalte ganz rechts finden Sie den letzten Wochenschlusskurs.

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Trend-Zyklen: Welche Branchen / Indizes bieten Chancen

Hinweise für Ihre eigene Analyse der Trend-Zyklen

Einige Hinweise von mir, bevor ich Sie Ihrer eigenen Analyse der Tabelle überlasse:

Sowohl lang- (87,0%) als auch mittelfristig (78,3%) befindet sich eine große Mehrheit der Indizes in Aufwärts-Trend-Zyklen. Die generelle Marktrichtung zeigt mithin eindeutig aufwärts.

Es macht in aller Regel keinen Sinn, auf Aktien aus Branchen bzw. Indizes zu setzen,  die sich entgegen der allgemeinen Trend-Richtung bewegen, in der Annahme, hier wäre „Nachholpotenzial“ vorhanden.

Interessanter sind hingegen Indizes, die auf mittelfristiger Ebene erst in jüngster Zeit einen Trend-Wechsel nach oben vollzogen haben und auf langfristiger Ebene nun kurz vor einem solchen stehen.

Eine andere Vorgehensweise könnte sein, bei bereits länger existierenden (langfristigen) Trend-Zyklen auf einen vergleichsweise geringen Abstand beim mittelfristigen Trend-Zyklus zu achten und hier nach Chancen zu suchen.

Ich wünsche Ihnen gute Ideen und Erkenntnisse für Ihre eigenen Analysen.


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Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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