Trend-Analyse Gold: Das kommt als nächstes

Der schwache Trend beim Gold sich auch zu Beginn der neuen Handelswoche fort: Mit nur noch etwas mehr als 1.150 Dollar pro Unze notiert der Goldpreis auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang Februar diesen Jahres.

Gerade seit der US-Wahl hat sich der Abwärts-Trend beim Gold sogar noch massiv verstärkt. Direkt vor der Wahl zum nächsten US Präsidenten notierte die Feinunze kurzzeitig noch einmal über 1.300 Dollar.

Doch seit dem Sieg von Donald Trump hat sich eine massive Schwäche beim Edelmetall aufgebaut. Bis jetzt hat so der Goldpreis schon knapp 12% an Wert verloren.

Im gleichen Zeitraum ging es bei den Standard-Aktien deutlich nach oben und wichtige Indizes in den USA wie der Dow Jones Index haben zuletzt noch Rekordstände erreicht.

Keine Frage: Nach dem eigentlich positiven Jahresverlauf beim Gold hat mit dem Sieg von Donald Trump der Trend gedreht und die Stimmung hat sich deutlich verschlechtert.

Beim Gold hat sich Abwärts-Trend verfestigt

Nun stellt sich natürlich die Frage: Wie geht es weiter beim Goldpreis?

Ein wichtiges Hilfsmittel bei der Beurteilung der aktuellen Marktlage ist immer auch ein Blick auf die aktuellen Trends beim Gold.

Hierbei bieten sich verschiedene Tagesdurchschnitte an, um eine klare Aussage zu treffen, ob Gold sich in einem Aufwärts- oder Abwärts-Trend befindet.

Dabei gilt: Je kürzer der betrachtete Zeitraum, desto stärker sind auch die Schwankungen bei den Durchschnitten.

Beim Blick auf die verschiedenen Trendzeiträume fällt auf, dass Gold in allen maßgeblichen Trends beginnend mit dem 20 Tage Durchschnitt bis zum 200 Durchschnitt im abwärts gerichteten Bereich notiert.

Das ist ohne Frage eine klare Aussage.

Viele Experten sehen einen Trendbruch dann als vollzogen an, wenn ein Basiswert die langfristige 200-Tage-Linie unterschreitet. Genau das ist beim Gold schon am 10. November passiert.

Seitdem befindet sich der Goldpreis also in einem langfristig ausgerichteten Abwärts-Trend. Was aber auch spannend ist, ist der Blick auf die Entwicklung seit diesem Trendbruch.

Zu dem Zeitpunkt notierte der Goldpreis bei 1.267 Dollar. Wenn also Investoren zu dem Zeitpunkt Positionen aufgelöst haben, kann man nur sagen: Alles richtig gemacht.

Seitdem hat eben der Goldpreis bis jetzt noch einmal weitere knapp 9% an Wert verloren. Zudem ist kein Ende des Abwärts-Trends in Sicht.

200-Tage-Linie liefert gute Orientierung

Mit diesem Beispiel möchte ich eine Sache verdeutlichen:

Wenn Sie eine einfache Einschätzung einer aktuellen Lage bei einem Basiswert haben möchten, ist es sicherlich sinnvoll sich dann an der 200-Tage-Linie zu orientieren.

Ein deutlicher Trendbruch liegt mit dem Unterschreiten der 200-Tage-Linie vor und das können Sie als Verkaufs-Signal ansehen.

12. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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