Trump geht, diese Aktie bleibt

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Twitter pirscht sich an sein Allzeithoch an. Der Wert hat Gegenwind, aber ist nicht uninteressant. Lesen Sie unsere Analyse! (Foto: Tero Vesalainen / shutterstock.com)

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat seinen prominentesten Nutzer rausgeschmissen: Donald Trump ist von der Plattform verschwunden. Doch auch wenn Trump mit seinen Tiraden der Plattform durchaus Aufmerksamkeit bescherte, ist Twitter auch unabhängig davon gefragt. Vor allem Journalisten und andere Experten nutzen die schnelle Plattform. Das schließt zwar viele „Normalos“ aus, doch ist es aus Vermarktungs-Perspektive gar nicht so verkehrt, spezialisierte Nutzer zu haben. Wie es um die Aktie steht und ob der Wert auch für Ihr Depot eine gute Alternative sein kann, klären wir uns unserer Analyse.

Doch vorab ein paar Hintergründe zum Unternehmen an sich. Twitter betreibt den gleichnamigen Mikroblogging-Dienst, mit dem telegrammartige Kurznachrichten verschickt werden können. Der ehemalige US-Präsident zählte mit 120 Mio Followern zu den bekanntesten Twitter-Nutzern, wurde aber von Twitter ausgeschlossen. Twitter kauft regelmäßige Tech-Start-ups hinzu, um das Produktportfolio zu erweitern. Dazu zählen MoPub, PtellApart, CrossInstall oder Adrenaline Mobility.

Finanzen pfui, Nutzer hui

Twitter hat für 2020 überraschend gute Nutzerzahlen vorgelegt. Durch die prominente Unterstützung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump erlangte Twitter noch mehr Reichweite als zuvor. Die Zahl der monetarisierbaren täglich aktiven Nutzer stieg um 26,3% auf 192 Mio. Für Twitter ist diese Kennzahl besonders wichtig, denn sie spiegelt am besten den langfristigen Wert des sozialen Netzwerkes wider. Der Umsatz legte um 7,4% auf rund 3,7 Mrd $ zu. Unterm Strich verbuchte Twitter einen Rekordverlust von 1,1 Mrd $, was jedoch fast ausschließlich auf negative Steuereffekte und höhere Ausgaben für weiteres Wachstum zurückzuführen war.

Twitter ist stärker gewachsen als in den vergangenen Jahren. Trotz Datenskandalen und der Sperrung des Privatkontos von Donald Trump twitterten immer mehr Nutzer. Für 2021 zeichnet sich eine vergleichbar starke Entwicklung ab. Die Corona-Krise beflügelt die operativen Geschäfte. Durch den weltweiten Lockdown werden immer mehr soziale Netzwerke genutzt. Davon profitiert auch Twitter. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht.

So sehen wir die Aktie

Die Pandemie wird uns noch in 2021 begleiten, sodass weitere positive Effekte zu erwarten sind. Jedoch muss sich der Konzern stärker mit Rechtsstreitigkeiten auseinandersetzen. Neben Datenpannen ist vor allem das politische Umfeld angespannt. Twitter wird wegen seiner großen Reichweite mitverantwortlich für politische Ereignisse gemacht. Zudem steht das Datengeschäft, das für den Konzern immer wichtiger wird, in der Kritik. Das Unternehmen sieht sich Gegenwind ausgesetzt, läuft an der Börse aber ziemlich rund. Allzeithochs liegen in der Luft, haben Sie diesen Wert auf der Watchlist!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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