Trump und andere Risiken: Börsen blenden das einfach aus

Donald Trump ist jetzt 100 Tage im Amt. Wenn wird auf die Börsen blicken, dann können wir eigentlich nur den Eindruck bekommen, dass alles in bester Ordnung sei.

Seit der Wahl Donald Trumps im vergangenen November sind die Börsenkurse teils stark angestiegen; erst vor wenigen Tagen erreichte der DAX ein neues Allzeithoch.

Alles in bester Ordnung in den USA? – Mitnichten!

Aber das ist nur ein Teil der Realität. Auf der anderen Seite hat sich die wirtschaftliche Lage beispielsweise in den Vereinigten Staaten zuletzt wieder deutlich verschlechtert.

Genau daraus ergibt sich eine große Gefahr für die Finanzmärkte: Derzeit werden an den Börsen die offensichtlich bestehenden Risiken nicht wirklich wahrgenommen.

Wie so oft in der Geschichte wird das in der Konsequenz zu einem massiven Absturz führen.

Es ist möglich eine gewisse Zeit die Realität an den Börsen auszublenden. Doch eines muss den Investoren an dieser Stelle auch klar sein:

Wenn die massiven Risiken wieder in den Fokus treten, wird es zu deutlichen Kurs-Abschlägen bis hin zum Crash kommen.

Ernüchternde Wirtschaftsdaten aus den USA

Aus den USA erreichen uns jetzt neue ernüchternde Wirtschaftsdaten: So ist das Wirtschafts-Wachstum in den USA im 1. Quartal auf den niedrigsten Stand seit 3 Jahren zurückgefallen.

Dabei fiel das Wachstum mit einer Jahresrate von 0,7% deutlich zurück. Noch im 4. Quartal 2016 hatte hier der Vergleichswert bei 2,1% gelegen.

Die meisten Experten an der Wall Street hatten immerhin ein Wachstum von 1,0% für das 1. Quartal erwartet.

Genau diese Experten an der Wall Street führen jetzt auch saisonale einmalige Faktoren als Auslöser für das schwache Wirtschafts-Wachstum an.

Aber hier kann ich nur warnen: Diese Erklärungen greifen zu kurz.

Es gibt gute Gründe dafür, dass die Wirtschaft in den USA gerade jetzt so zurückgekommen ist: Ein ganz entscheidender Faktor ist hier aktuell die Schwäche der US-Verbraucher.

Wie Sie wissen, sind die US Verbraucher-Ausgaben der wichtigste Faktor beim Wirtschafts-Wachstum in den USA.

Doch eine große Masse der US-Konsumenten ist derzeit gezwungen die eigenen Ausgaben einzuschränken.

Laut einer aktuelle Umfrage eines Nachrichten-Senders haben 3/4 aller amerikanischen Verbraucher Schwierigkeiten die steigenden Lebenshaltungskosten zu decken.

Gefahr für Korrektur an den Börsen nimmt massiv zu

Auch aus der Wirtschaft selbst kommen beunruhigende Signale: So ist die Industrie-Produktion in den USA zuletzt so stark gefallen wie seit 2 Jahren nicht mehr.

Und dann erleben die USA noch ein Phänomen, welches mittlerweile schon als „Apokalypse des Einzelhandels“ bezeichnet wird: Immer mehr klassische Geschäfte des Einzelhandels rutschen in die Insolvenz.

Stellen Sie sich vor: Im laufenden Jahr haben die Insolvenzen im Einzelhandel schon das Niveau von 2016 überholt.

Sollte die Tendenz aktuell so weitergehen, wird es ein neues Rekordjahr bei den Insolvenzen im Einzelhandel geben.

Das sind die harten Fakten, die auch an den Finanzmärkten schon bald ihren Niederschlag finden werden. Daher ist es weiterhin wichtig, dass Sie sich aktiv gegen die kommende Krise absichern.

2. Mai 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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