Turnaround Tuesday im Anmarsch – dreht der DAX jetzt wieder nach oben?

So nutzen Sie den Turnaround Tuesday im DAX: Sie kaufen an bestimmten Zeitpunkten und verkaufen auch fix immer nach Uhrzeit. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Der DAX hat ab heute die Chance wieder kurzfristig zu steigen. Nach drei roten Kerzen wirkt es so, als würde der Abwärtsdruck jetzt abnehmen. Schauen wir auf den Tageschart.

DAX im Chartcheck

Seit Donnerstag fallen die Kurse. Davor wurde ein kleines Kursfeuerwerk gezündet. Doch das wurde Ende der Woche gelöscht. Jetzt fallen die Kurse, doch wie lange noch?

Im Bereich unter 12.250 Punkte gibt es einige Widerstände im Markt. Diese sollten spätestens den DAX auffangen und zu einer Umkehr animieren können. Doch vielleicht erreichen wir diese Zone gar nicht erst. Schauen wir auf die letzten drei Kerzen im Chart:

Am Donnerstag gab es eine große rote Kerze. Am Freitag war die Kerze immer noch relativ groß und rot – doch schon etwas kleiner. Heute ist die Kerze fast ein Hammer – die Lunte müsste dafür allerdings etwas länger nach unten sein, damit es wirklich als Hammer gewertet werden kann. Nichtsdestotrotz könnte hieraus jetzt ein Umkehrsignal entstehen. Und das hätte auch durchaus fundamentale Gründe.

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Studien belegen: Der Turnaround Tuesday im DAX funktioniert

Das liegt in erster Linie an den privaten Anlegern. Wenn das Wochenende negativ verlief, bekommen die Kleinanleger kalte Füße und verkaufen Montags. Das nutzen wiederum die institutionellen Anleger und schlagen in der Nacht von Montag auf Dienstag zu. Sie kaufen also zum Xetra-Schluss. Oft hält die Kauflaune dann bis Mittwoch früh an. Sie verkaufen also zum Xetra-Start. Es ist also durchaus lukrativ, wenn Sie in den DAX investieren, wenn er gefallen ist.

Clevere Strategie oder ins fallende Messer greifen?

Der Einwand ist durchaus berechtigt. Wir kaufen hier den DAX nicht einfach blind, sondern nach gewissen Vorgaben. Rauschen die Kurse extrem in den Keller, gibt es auch keinen Turnaround Tuesday. Da müssen wir logischerweise entsprechend abwägen, wann es sinnvoll ist, die Strategie einmal auszulassen.

Als Regel können wir allerdings einen etwaigen Abwärtstrend ausmachen, wenn beispielsweise die Kurse unter der 34- oder 50-Tagelinie notieren. Damit ist eindeutig geklärt, ob es eine Chance für einen Turnaround Tuesday gibt. Denn in einem Aufwärtstrend funktioniert diese Technik natürlich nicht. Doch aktuell haben wir ein solches Szenario.

Jetzt bleibt nur die Frage, wie Sie diese Idee passenderweise auch abbilden können. Das geht ganz einfach im Zertifikaten, CFDs oder auch Optionen. Entscheidend ist hier allerdings, dass es keinen Stop gibt! Dessen müssen Sie sich bewusst sein. Sie richten sich dabei nur nach der Uhrzeit. Egal was passiert – mit gewissen Ausnahmen – halten Sie sich an den Tradingplan.

Ein sehr einfaches System, das langfristige Erträge bringt und das Sie normalerweise auch nicht managen müssen.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.