UBS warnt vor einer Immobilienblase in der Schweiz

Nachdem die Schweizer Nationalbank schon seit Jahren eine Immobilienblase in der Schweiz sieht, hat jetzt auch die Schweizer Großbank UBS davor gewarnt. Nach deren Bericht hat sich die Lage im dritten Quartal 2013 sogar nochmals verschärft. Vor allem bereits jetzt schon völlig überteuerte Wohnimmobilien hätten sich auf Jahressicht um weitere 4,2 Prozent verteuert.

Auch außerhalb des Euroraums flüchten viele Menschen in die vermeintlich sichere Anlageform der Immobilien. In der Folge steigen die Preise rasant an. An solchen Meldungen sehen Sie, dass die Anleger offenbar immer noch nicht dazugelernt haben:

Während gerade Immobilien die Ursache für die Finanz- und Bankenkrise 2008 waren, suchen jetzt die Anleger dort den vermeintlichen Schutz vor künftigen Krisen und sehen darin den großen Renditebringer.

Selbst die heftigen Erschütterungen nach dem Platzen der Immobilienblase in den USA oder auch in Spanien halten jetzt viele Investoren nicht davon ab, jetzt wieder in diese Anlageform zu investieren.

Die Schweiz ist dabei nur ein Beispiel, wie falsch Anleger oftmals investieren. Auch in Deutschland hat der Immobilienmarkt inzwischen alle vernünftigen Grenzen überschritten. Viele Großstädte erleben Preissteigerungen im zweistelligen Prozentbereich pro Jahr. Allein in München stiegen die Preise für Eigentumswohnungen in den letzten 5 Jahren um 68 Prozent.

Dennoch sprechen auch viele Experten immer noch davon, dass es in Deutschland keine Immobilienblase gibt. Wenn solche Preissteigerungen keine Anzeichen für eine Blase sind, dann weiß ich nicht, ab wann diese vermeintlichen Experten dann tatsächlich von einer Blase sprechen.

Auch bei Immobilien gilt: Nicht an der Masse orientieren

Doch was die Masse macht, kann für Sie nur falsch sein: Wer vor 2008 in den vermeintlich lukrativen Immobilienmarkt in den USA eingestiegen ist, der hat in der Finanzkrise massive Verluste erlitten. Nicht anders wird es auch in der jetzigen Immobilienblase gehen. Doch Warnungen vor den Gefahren des Immobilienmarktes suchen Sie in den Massenmedien vergeblich.

Ich kann an dieser Stelle meine bekannte Warnung nur wiederholen: Ich warne Sie auch weiterhin davor, sich an dieser Blase zu beteiligen. Immobilien sind nicht die Rettung vor der Krise, sondern eine Falle. Auf kaum eine Anlageform kann der Staat so leicht zugreifen wie auf Immobilien.

Deshalb rate ich Ihnen, bis auf das selbst genutzte Eigenheim auf Kapitalanlagen in Immobilien zu verzichten. Stattdessen sollten Sie Ihr Geld lieber flexibel und schnell zugriffsbereit anzulegen. Die breite Streuung ist ebenfalls wichtig, denn auch die bietet Ihnen eine erhöhte Sicherheit in turbulenten Marktphasen bis hin zum Crash. So können Sie auf eine plötzlich kommende Krise reagieren und Ihr Vermögen sichern.

22. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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