Übernahmefantasie bei Infineon?

Infineon zählte 2017 zu den stärksten Aktien im DAX. Auch für 2018 stehen die Chancen auf weitere Kursgewinne gut. (Foto: obs / Infineon Technologies AG)

Es ist schon eindrucksvoll, wie sich die Titel von Infineon im abgelaufenen Jahr entwickelt haben. Lagen die Notierungen noch zu Beginn in 2017 bei rund 16 Euro, so wurden zum Jahresschluss Notierungen knapp unter der Marke von 23 Euro markiert. Und diese Bewegung dürfte sich auch in 2018 weiter fortsetzen, vor allem, wenn eine Übernahmefantasie hinzukommt.

Unternehmensportrait

Die Infineon Technologies AG zählt zu einem weltweit führenden Anbieter von Halbleiterlösungen, die – eigenen Angaben zufolge – das Leben einfacher, sicherer und umweltfreundlicher machen. Mit weltweit etwa 37.500 Beschäftigten erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2017 (Ende September) einen Umsatz von rund 7,1 Mrd. Euro. Das Unternehmen setzt den Schwerpunkt auf die Themen Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit und gliedert sich in die Geschäftsbereiche Automotive, Industrial Power Control, Power Management & Multimarket sowie Chip Card & Security.

Geschäftszahlen Ende des Monats

Bereits Ende des Monats (31. Januar) werden die Quartalszahlen zum ersten Vierteljahr Aufschluss darüber geben, ob der erfolgreiche Weg des im September abgeschlossenen Geschäftsjahres 2017 weiter fortgeführt werden konnte – auch wenn der starke Euro zunehmend belastend wirkt. Derzeit rechnet die Unternehmensspitze mit einem saisonal typischen Rückgang des Umsatzes um 2 % plus oder minus 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal.

Dabei ist allerdings zu beachten, dass bei dieser Prognose ein EUR/USD-Wechselkurs von 1,15 zugrunde liegt. Zuletzt hat die europäische Gemeinschaftswährung die Marke der 1,20 USD übersprungen. Dies dürfte ein wenig belasten. In der Mitte der Umsatzspanne wird die Segmentergebnis-Marge voraussichtlich 15% betragen.

Anhebung der Dividende

Über die Dividendenausschüttung dürfen sich die Aktionäre Mitte Februar freuen. Die Ausschüttung wird abermals angehoben – gab es in 2010 noch eine Dividende von 0,10 Euro, so waren es im vergangenen Jahr 0,22 Euro je Aktie. Für das Geschäftsjahr 2017 wird nun eine weitere Erhöhung um 3 Cent auf 0,25 Euro je Aktie den Aktionären zur Abstimmung vorgeschlagen.

Keine Sorge vor Übernahme

Auch wenn in einem Interview am Wochenende der Vorstandsvorsitzende Reinhard Ploss betont, sich nicht auf mögliche feindliche Übernahmeversuche einstellen zu müssen, ist dieses Szenario jedoch durchaus vorstellbar. Zuletzt gab es in diesem Segment einige spektakuläre Zusammenschlüsse.

Mit einem Börsenwert von 26 Mrd. Euro wäre Infineon für einige Technologie-Giganten jedenfalls ein interessantes Übernahme-Ziel, da der deutsche Konzern in zahlreichen Zukunftsmärkten gut aufgestellt ist.

Weiterhin gute Aussichten

Auf Grund der starken Wachstumsperspektiven der ehemaligen Siemens-Tochter und der Zusatz-Chance durch mögliche Übernahmefantasien sehe ich gute Chancen, dass die Infineon-Aktie auf Erfolgskurs bleiben wird. Auch im Branchenvergleich sehe ich für die Infineon-Aktie noch einiges Aufwärtspotenzial.

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Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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