Uhren als Anlage? Welche Wertsteigerung sind möglich?

Die Schuldenuhr an der Dollarrolle tickt

Immobilien sind ein tolles Investment? Ja, aber Sachwerte verschiedener Art haben erstaunliche Gemeinsamkeiten. (Foto: Vincent Tang - Fotolia)

Sachwerte gibt es etliche und doch muss es nicht immer Gold oder Aktien sein. Allen Sachwerten gemein ist die Tatsache, dass sie physisch vorhanden sind (auch hinter einer Aktie steht ein Unternehmen), im Wert beständig und gemeinhin als inflationssicher gelten. Bei manchen wird lediglich auf die Wertbeständigkeit gesetzt, andere erwirtschaften gar eine Rendite. Beispiele für letztere Variante sind Immobilien mit Mieteinnahmen oder Aktien mit Dividendenausschüttungen.

In diesem Beitrag stelle ich Ihnen Armbanduhren als mögliche Alternative abseits der üblichen Verdächtigen vor. Dazu wieder folgender Hinweis: Bei den vorgestellten Sachwerten handelt es sich um bestimmte Modelle, um Ausnahmeerscheinungen in bestimmten (Massen-) Märkten. Von daher ist es essentiell, sich vor einem Investment genau mit der Materie zu befassen.

Die Wiedergeburt der mechanischen Uhr

So wie der reine Sinn und Zweck des Pkws die Personenbeförderung ist, so ist es bei einer Uhr – man möchte es kaum glauben – die Anzeige der Zeit. Eventuell noch ergänzt um Funktionen wie Kalender oder Chronograph.

Waren bis in die Mitte der 1970er Jahre mechanische Armbanduhren das Maß aller Dinge, ereilte die Uhrenbranche ab diesem Zeitpunkt bis Ende der 1980er Jahre die sogenannte Quarzkrise. Ganz banal erklärt, gestaltete sich diese wie folgt:

Quarzuhren, also Uhren mit Batteriebetrieb, wurden über Jahre immer billiger und zeigten überdies die Zeit genauer als jede noch so feinregulierte mechanische Uhr an. Auch die Zusatzfunktionen waren bei Quarzuhren leicht programmierbar, während mechanische Sonderfunktionen teilweise zehntausende DM Aufpreis kosteten.

Insbesondere die teuren, Schweizer Luxusmarken wurden totgesagt und viele von Ihnen verschwanden von der Bildfläche. Und doch nahm die damalige Geschichte eine interessante Wendung: Auch die Absatzzahlen hochwertiger mechanischer Uhren im teureren Segment fingen zu Beginn der 1990er wieder an zu steigen.

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Neben der Nachfrage nach Instrumenten, die auf möglichst günstige Art und Weise die Zeit anzeigen sollten, bildete sich eine Käuferschicht heraus, die auf der Suche nach Geschichte, feiner Handwerks- und Uhrmacherkunst und Exklusivität war. Und immer noch ist.

Bei Rolex ticken die Uhren anders

Es gibt keinen Zweifel, dass Rolex zwar nicht die beste Uhrenmarke ist (3-4 Marken bauen sicherlich noch höherwertige Zeitmesser), aber die wertstabilste. Wie u.a. auch das jährliche Markenranking der Zeitschrift CAPITAL belegt.

Manche Modelle haben sich über Jahre und Jahrzehnte enorm gesteigert, von umgerechnet wenigen hundert Euro auf mehrere tausend oder gar zehntausend Euro.

Und was es bei Rolex noch mehr gibt als bei Porsche, ist die Tatsache, dass manche aktuellen Modelle gebraucht teurer gehandelt werden, als neu. Wohl dem, der einen guten Draht zum Konzessionär hat und beispielsweise die neue GMT Master „Pepsi“ mit Jubilé-Band zum Listenpreis von 8.400 Euro kaufen „darf“. Im Wiederverkauf bringt sie aktuell ungefähr das Doppelte.

Kurzes Fazit

Bei Rolex gibt es kaum Modelle, die auf lange Zeit keine Wertsteigerung hinlegen. Lediglich bei besonders ausgefallenen Modellen (man könnte auch protzig sagen, so wie bei den Vollgoldvarianten mit zig Edelsteinen) und den kleineren Variante für die Damenwelt ist Vorsicht angesagt. Der Unterhalt kommt auch deutlich günstiger als ein Porsche. Wenn nur nicht die ganzen Fälschungen am Markt zu finden wären, wäre es fast schon zu einfach, auf diesem Feld zu profitieren.

Warum es aber diese Wertsteigerungen gibt? Erwarten Sie mit Spannung das große Fazit am Ende der Beitragsreihe…


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Von: Christian Marchner. Über den Autor

Christian Marchners Start in den Immobilienmarkt liegt nun fast 10 Jahre zurück. Heute konzentriert er sich vor allem auf Wachstumsmärkte. Dort setzt er vor allem auf eine langfristig positive Entwicklung in Bezug auf Miet- und Kaufpreise.

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