Umwelt-Aktien: Das sind unsere beiden Favoriten

Waste Management hat für das 2. Quartal ein gutes Zahlenwerk präsentiert.

Demnach stieg der Umsatz um 3,3% auf 3,42 Mrd. $. Höhere Preise und Volumina waren die Hauptursache für den Umsatz-Anstieg.

Die Betriebs-Ausgaben in Prozent vom Umsatz verringerten sich um 300 Basis-Punkte auf 62,2%.

Insgesamt konnten dadurch 33 Mio. $ eingespart werden. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 21,7% auf 611 Mio. $. Unterm Strich erhöhte sich der Gewinn um 4% auf 284 Mio. $.

Der geringere Anstieg des Netto-Gewinns lag an der deutlich höheren Steuer-Quote gegenüber dem Vorjahr.

Waste Management überzeugt mit einer aktionärsfreundlichen Dividenden-Politik

Dank des robusten Cashflows wurden die Aktionäre in Form von Dividenden (181 Mio. $) und Aktienrückkäufen an dem Geschäfts-Erfolg beteiligt.

An dieser aktionärsfreundlichen Dividenden-Politik will das Management auch zukünftig festhalten.

Das aktuelle Aktienrückkauf-Programm wird noch durch den verkauften Bereich Waste-to-Energy finanziert. Das Kostensenkungs-Programm zur Verbesserung der Margen wird fortgeführt; erste Erfolge sind sichtbar.

Waste Management zeichnet sich durch ein solides Geschäftsmodell aus, das gegen Konjunktur-Schwankungen immun ist

Der Konzern hat Wettbewerbs-Vorteile, die andere davon abhalten, in das Geschäft einzusteigen. Der Bedarf an angemessener Müll-Entsorgung gibt Waste Management außerdem Preisgestaltungsmacht.

Das Management ist daher zuversichtlich, die eigene Gewinn-Prognose für 2016 von 2,83 – 2,86 $ je Aktie zu erreichen. Die Zielgröße für den freien Cashflow liegt zwischen 1,6 und 1,7 Mrd. $.

Unternehmens-Porträt

Waste Management ist das bedeutendste Umwelt-Service-Unternehmen der Welt.

Die Aktivitäten des US-Marktführers bestehen aus einem umfangreichen Netzwerk an Dienstleistungen im Bereich der Abfall- und Abwasser-Entsorgung sowie des Recyclings.

Angeboten werden die Sammlung, Sortierung, Verwertung und Beseitigung von Hausmüll, Wertstoffen, Industrie-, Gewerbe- und Sonder-Abfällen.

American Water Works ist nachhaltig und profitabel gewachsen

Während der Umsatz im 2. Quartal um 5,8% auf 827 Mio. $ zulegte, stieg der Gewinn überproportional um 13,2% auf 137 Mio. $.

Trotz leicht erhöhter Steuerquote konnte die operative Ergebnis-Marge erneut von 35,5 auf 36,2% verbessert werden.

Auch die Umsatz-Rendite wurde um 0,84%-Punkte auf 16,6% erhöht, obwohl die Zinszahlungen 5 Mio. $ höher waren als im Vorjahr.

American Water Works schafft es immer wieder, die Kosten zu senken und steigert dadurch seine Profitabilität.

So legte in den vergangenen 5 Jahren die Umsatz-Rendite Jahr für Jahr um insgesamt 4,6%-Punkte zu.

Blieben 2010 von 1.000 $ Umsatz unterm Strich knapp 105 $ übrig, sind es jetzt 151 $ – das sind annähernd 44% mehr Gewinn.

Auch American Water Works schüttet eine gute Dividende aus

Am Geschäftserfolg werden die Aktionäre mit einer um 10,3% auf 37,5 Cent je Aktie erhöhten Dividende beteiligt. Auf das Jahr hochgerechnet schüttet der Konzern somit zukünftig 1,50 $ aus.

Bis auf das Jahr 2012 wurde die Dividende seit dem Börsengang im April 2008 jedes Jahr erhöht.

American Water Works zieht sich aus weniger lukrativen Märkten zurück und expandiert in Märkte, in denen das Kapital effektiver eingesetzt werden kann und somit unterm Strich mehr übrig bleibt.

Da der US-Wassermarkt stark fragmentiert ist, findet American Water Works relativ leicht passende Übernahme-Kandidaten.

So konnte die Übernahme von Keystone Clearwater Solutions erfolgreich abgeschlossen werden, die gut 11 Mio. $ zum Umsatz beitrugen. Mit mehreren kleineren Unternehmen steht American Water Works noch in Übernahme-Verhandlungen.

Unternehmens-Porträt

Das 1886 gegründete Wasserversorgungs-Unternehmen American Water Works beschäftigt rund 6.600 Mitarbeiter und bietet sowohl Frischwasser- als auch Abwasser-Dienste an.

Der Konzern ist in 47 US-Bundesstaaten sowie in einer Provinz in Kanada tätig und zählt über 15 Mio. Menschen zu seinen Kunden.

20. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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