United Parcel Service und Deutsche Post DHL profitieren vom Online-Handel

Bei United Parcel Service (UPS) hat das Weihnachtsgeschäft die Kassen klingeln lassen.

Der Gewinn des Paketriesen verdreifachte sich im 4. Quartal auf 1,33 Mrd $. Der Umsatz legte leicht auf 16,1 Mrd $ zu. Das Umsatzwachstum hat sich aufgrund von Wechselkursschwankungen und niedrigeren Treibstoffzuschlägen verlangsamt.

Vor einem Jahr hielt das wichtige Weihnachtsgeschäft noch eine böse Überraschung bereit, denn damals hatten Investitionen in das heimische Zustellnetz und Aufwendungen für Pensionen UPS die Bilanzen verhagelt. Solche Effekte blieben aus, die Erträge schnellten in die Höhe. Im internationalen Paketgeschäft legte der operative Gewinn (EBIT) um 16% auf 624 Mio $ zu. Dies war vor allem dank florierender Geschäfte in Europa gelungen.

Im Frachtgeschäft steigerte UPS den Ertrag deutlich

Der Umsatz im Paketgeschäft innerhalb der USA stieg um 2,6%. Der Umsatz pro Paket verbesserte sich leicht auf 8,89 $. Die Air-Produkte außerhalb des Express-Service legten sprunghaft um 15% zu, und das Volumen im Service UPS Next Day Air verbesserte sich um 10%. Das EBIT im Bereich Supply Chain und Fracht verbesserte sich um 11%, der Umsatz stieg um 6%. Die Konsolidierung des Umsatzes von Coyote Logistics glich die Auswirkungen niedrigerer Treibstoffzuschläge und Initiativen zur Steigerung der Umsatzqualität in den anderen Einheiten mehr als aus.

UPS konzentriert sich auf profitablen Umsatz in einem schwierigen Marktumfeld und rechnet für 2016 mit einem Gewinn pro Aktie zwischen 5,71 und 5,93 $.

Unternehmensporträt

United Parcel Service of America (UPS) wurde bereits 1902 gegründet und ist einer der größten Paket- und Expresslogistiker weltweit. Der Börsengang fand erst 1999 statt. Neben Luft- und Bodenfracht bietet UPS auch weitere Dienstleistungen rund um die Logistik an. Das Unternehmen ist in 220 Ländern vertreten und setzt rund 570 eigene und gemietete Flugzeuge sowie 107.000 Kraftfahrzeuge ein.

Deutsche Post DHL mit deutlicher Umsatzsteigerung

In den ersten 9 Monaten hat die Deutsche Post DHL (DP), begünstigt durch positive Währungseffekte, ihren Umsatz in allen Unternehmensbereichen zum Teil deutlich gesteigert.

Unverändert dynamisch gewachsen sind das deutsche Paketgeschäft im Bereich Post – E-Commerce – Parcel (PeP) sowie das internationale Geschäft im Segment Express. Der Konzernumsatz stieg um 6,4% auf 43,9 Mrd €. Der Anteil am Umsatz, der im Ausland erwirtschaftet wurde, stieg von 69,6 auf 71,2%. Das Ergebnis wurde von Verlusten im Segment Fracht belastet, die durch eine Neuausrichtung anfielen, sowie von Restrukturierungskosten im Segment Logistik.

Im Bereich PeP wurde das operative Ergebnis (EBIT) auch durch die Streiks in Deutschland belastet. Insgesamt lag das Ergebnis mit 1,54 Mrd € über 29% unter dem Niveau des Vorjahres. Ausgehend von einem geringeren EBIT hat sich der freie Cashflow von 231 auf 19 Mio € verringert.

Investition in Frankreich geplant

Die DP plant in Relais Colis, einem auf E-Commerce spezialisierten französischen Logistikanbieter, zu investieren. Damit will der Konzern den Zugang zum drittgrößten E-Commerce-Markt Europas für die DHL-Bereiche und seine Kunden verbessern. Relais Colis bietet eine breite Palette an spezialisierten Lösungen, inklusive Lieferung an Abholstellen sowie Lieferung größerer Pakete an die Haustür.

Die DP ist gut aufgestellt und auch aufgrund ihrer aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik ein attraktives Investment.

Die DP-Aktie konnte sich allerdings dem allgemeinen Abwärtstrend nicht entziehen und hat sich sogar schwächer entwickelt als der Vergleichsindex.

Unternehmensporträt

Die Deutsche Post DHL (DP) ist einer der international führenden Briefkommunikations- und Logistikkonzerne. Die Geschäftsfelder Express, Logistik und Finanzdienstleistungen beinhalten die Leistungsfelder Brief-Kommunikation, Direkt Marketing, Presse Distribution, Philatelie, In-Haus-Service, Euro Express, GlobalMail, Fulfilment, Immobilien, Rentenservice und E-Business. Im laufenden Jahr wird die Post ihr Netzwerk weiter optimieren.

13. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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