Unpopuläre Vorschläge, um die EU zu retten

Die EU steht am Abgrund. Die meisten Rettungsplänen sind jedoch zu Ihrem Nachteil! (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Es ist wahrlich nicht alles Gold, was glänzt. Auch die Europäische Union nicht! Wie Sie selbst in den Medien mitbekommen haben, spaltet sich die EU immer mehr. Vor allem wegen der Migrations- und Haushaltspolitik.

Hinzu kommt die Unterteilung in reiche Nord- und arme Südländer, in Geber- und Nehmerstaaten. Sowie die Brüsseler Ambitionen, aus der Union einen Superstaat zu machen. Das lehnen viele ab. Und zwar völlig zu Recht!

„Rette sich wer kann!“

In meiner neuen Unangreifbar-leben-Reihe habe ich Ihnen aufgezeigt, dass es wirklich nicht gut um die EU steht. Weder politisch, noch ökonomisch. Ebenfalls habe ich Ihnen verschiedene Rettungspläne verraten, damit das Schiff nicht sinkt.

Darunter auch unpopuläre wie beispielsweise die 8 Punkte-Agenda des ehemaligen Präsidenten der Tschechischen Republik Václav Klaus. Oder den 3-Punkte-Plan der ehemaligen finnischen Finanzministerin Jutta Urpilainen.

Außerdem stellte ich Ihnen Rettungsvorschläge vor, die u.a. den Austritt Deutschlands aus der EU und die Rückkehr zur D-Mark zur Diskussion stellen.

Offene Währungsunion mit assoziierten Mitgliedern

In ein ähnliches Horn blies auch Hans-Werner Sinn, der ehemalige Präsident des ifo Instituts und Ordinarius an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Er machte den Vorschlag einer „offenen Währungsunion mit assoziierten Mitgliedern, die früher Vollmitglied waren, nun temporär eine eigene Währung führen und die Option haben, später wieder voll mitzumachen“. Dafür müssten sie allerdings Reformauflagen erfüllen.

Eine Transferunion vermeiden

Sinn forderte weiter ein einheitliches System der Bankenregulierung, das ein Zusammenwachsen des Bankensystems ermöglicht und ruinösen Regulierungswettbewerb unterbindet.

Worauf Sie bei Gold-Investments achten solltenIn Gold zu investieren, ist nur eine Seite der Medaille: Welchen Einflussfaktor Sie noch einbeziehen sollten. › mehr lesen

Dieses dürfte jedoch nicht in eine Transferunion münden, sondern müsste in ein System harter Budgetbeschränkungen eingebettet sein, in dem die Märkte statt der EZB die Risikoprämien festlegen. Denn es wäre nur fair, wenn die Anleger das Risiko selber tragen würden.

Und wie recht er damit hatte!

Die meisten EU-Rettungspläne sind zu Ihrem Nachteil

Sie sehen also, dass sich längst schon namhafte europäische Experten und Spitzenpolitiker Gedanken darüber gemacht haben, wie ein Auseinanderfallen der Europäischen Union verhindert werden könnte. Und damit auch ein Euro-Crash.

Nun wissen Sie aber auch, dass die meisten Pläne zum Nachteil des deutschen Steuerzahlers sind. Einige davon, wie etwa die Bankenunion, sind (beinahe) verwirklicht. Manchmal treten die scheinbaren „Rettungsinstrumente“ jedoch unter einem anderen Namen auf.

Die wenigen vernünftigen Vorschläge werden sich nicht durchsetzen. Da können Sie ganz sicher sein.

„Ich möchte in keinem despotischen Europa leben!“

Wie auch immer: die EU-Granden wollen Europa retten, ganz gleich, ob dabei Bürgerrechte oder Privatvermögen draufgehen. Darüber sollten Sie sich im Klaren sein!

Ebenso, dass der Abbau der Macht der nationalen Parlamente zugunsten eines EU-Superstaates unter dem Vorwand dieser Rettung stattfindet.

So wird die Zukunft der so hochgelobten EU aussehen. Und dass, obwohl wir wohl alle nicht in einem „despotischen Europa“ leben wollen.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.