Unruhe an den Börsen – doch eine DAX-Aktie springt um 12 Prozent nach oben

Die erhoffte Wende zum Guten ist heute ausgeblieben. Bei erneut unruhigem Handelsverlauf notiert der deutsche Leitindex DAX am Nachmittag leicht niedriger als am Freitag. Seit Ende Dezember 2015 verzeichnet das Börsenbarometer ein Minus von 11 Prozent.

Auch für die kommenden Tage sollten Sie zunächst lieber keinen radikalen Stimmungswechsel erwarten. Zu unsicher und nervös agiert weiterhin die Vielzahl der Anleger. Ein gutes Beispiel gab heute die Adidas-Aktie ab. Sie sprang am Vormittag in der Spitze um 12 Prozent nach oben, bevor sie dann sukzessive nachgab.

Der Grund für die Kursexplosion: Der Sportartikelhersteller meldete heute Vormittag, dass er im Oktober 2016 einen neuen Chef bekommt. Dann wird Kasper Rorsted, derzeit noch Vorstandsvorsitzender vom Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel, Herbert Hainer an der Adidas-Konzernspitze ablösen.

Adidas gut aufgestellt

Die prestigeträchtigen Sportereignisse in diesem Jahr will sich Hainer nicht entgehen lassen: Das gilt für die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich ebenso wie für die Olympischen Spiele in Rio im August. Erst danach reicht Hainer den Staffelstab an Rorsted weiter.

Rorsted beginnt Anfang August bei Adidas zunächst als einfaches Vorstandsmitglied – und wird einen gut aufgestellten Konzern vorfinden. So will Adidas in diesem Jahr dank der Europameisterschaft neue Rekordzahlen im Fußballgeschäft erzielen und hier zweistellig wachsen.

Alles andere als ein Wachstum wäre in der Tat auch enttäuschend, immerhin ist Adidas Hauptsponsor der EM und rüstet 10 der insgesamt 24 Teams aus.

Auf Wachstumskurs

Auch konzernweit erwartet Adidas einen jeweils im hohen einstelligen Prozentbereich wachsenden Gesamtumsatz und Gewinn. Immerhin sind die Orderbücher laut Hainer so voll wie seit 15 Jahren nicht mehr. Vor diesem Hintergrund kann man auch die höheren Einkaufspreise und die steigenden Löhne verkraften.

Das laufende Aktienrückkauf-Programm ist der zusätzliche Kurstreiber, der zudem für Sicherheit sorgt. In zwei Tranchen kaufte Adidas seit November 2014 eigene Aktien im Wert von 600 Mio. Euro zurück, um sie anschließend zwecks Kapitalherabsetzung zu vernichten.

Adidas-Aktionäre erhalten dadurch automatisch künftig mehr vom Unternehmensgewinn und von der Dividende (aktuell liegt die Dividenden-Rendite bei 2,14%). Und dies gilt auch für die kommenden zwei Jahre. Das Unternehmen will bis Herbst 2017 weitere Aktienrückkäufe durchführen.

Sie sehen: Auch in den derzeit sehr unruhigen Börsenzeiten finden sich Aktien, die ein Plus an Sicherheit ausstrahlen.

18. Januar 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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