Unser Favorit in der Autoindustrie

Es müssen nicht immer Unternehmen aus der ersten Reihe sein. Wir lüften unser Geheimnis! (Foto: noina / shutterstock.com)

Es gibt Nischen, die werden von vielen Anlegern kaum beachtet. Wenn man aber wie wir ganze Branchen im Blick hat, dann entgeht einem keine Aktie. Eine der Aktien, die wir seit Jahren gut kennen und die erst nach und nach einer breiteren Masse an Anlegern zugänglich wird, ist die Aktie von SAF-Holland.

Mit einer Dividendenrendite von 3,0% hat der Wert auch für sicherheitsorientierte Anleger eine Menge zu bieten. Hinzu kommt Wachstum. Was wollen wir also mehr? Doch der Reihe nach!

Nachfrage lag deutlich über den Erwartungen!

2006 haben sich die damalige Otto Sauer Achsenfabrik SAF und der nordamerikanische Nutzfahrzeugausrüster The Holland Group Inc. zu  SAF-Holland zusammengeschlossen. Entstanden ist ein weltweit führender Hersteller und Anbieter von Systemen und Komponenten für die Auflieger- und Anhänger-, Lkw-, Bus- und Campingfahrzeugindustrie. Produziert wird in 17 Fabriken in Europa, Nordamerika, Brasilien, Australien, China und Indien. SAF-Holland hat im 3. Quartal den Umsatz um 8,3% auf 277,1 Mio € gesteigert.

Unter Ausklammerung von Sondereffekten erreichte das Umsatzwachstum 9,6% und hat damit nach einem starken 1. Halbjahr weiter an Dynamik gewonnen. Alle Regionen konnten ihre Umsätze ausweiten. Den stärksten Umsatzzuwachs erzielte die Region APAC/China. Auch die kurzfristige Nachfrage der Erstausrüstungskunden aus der Trailer-Industrie in den USA zog stärker an, während sich in Europa die solide Marktentwicklung auf hohem Niveau fortsetzte.

SDAX Perle greift Allzeithoch anVor über einem Jahr hatte ich an dieser Stelle gesagt, dass die Aktie von SAF Holland einer der interessantesten Werte im Small Cap Segment SDAX ist.  › mehr lesen

Im Rahmen der Konsolidierung des US-Werksverbunds fielen einmalige Restrukturierungskosten an. Vor dem Hintergrund der deutlich über den Erwartungen liegenden Nachfrage zahlreicher Erstausrüstungskunden in Nordamerika ergaben sich Produktionsengpässe, die zu ungeplanten zusätzlichen operativen Aufwendungen führten. Diese belasteten das operative Ergebnis (EBIT), das leicht auf 15,5 Mio € zurückging.

Warum es bei SAF-Holland positiv weiter gehen sollte

Unterm Strich verdiente  SAF-Holland mit 7,5 Mio € knapp 30% weniger. Ursächlich für den Rückgang waren die erwähnten operativen Mehraufwendungen sowie eine höhere Steuerquote von 9,2 Prozentpunkten. Nach erfolgtem Abschluss der Umstrukturierungsmaßnahmen geht  SAF-Holland von einer Verringerung der Kosten in Nordamerika um rund 5 Mio $ jährlich aus. Die Prognose für 2017 wurde bestätigt.

Erwartet wird ein Umsatz von 1,13 Mrd € und eine EBIT-Marge zwischen 8 und 9%. Wir gehen davon aus, dass sich die positive Geschäftsentwicklung fortsetzt und dass  SAF-Holland auch 2018 erneut profitabel wachsen wird. Die Aktie ist einer unserer absoluten Favoriten. Wer angesichts der Technologiewende der Autoindustrie den Rücken kehren möchte, sollte sich SAF-Holland genauer ansehen!


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.