Unser Geldsystem: Die treibende Zerstörungskraft

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Erst der Zinseszins hat unser auf Schulden aufgebautes Finanzsystem an die Grenzen geführt. Ein Zusammenbruch ist kaum noch abwendbar. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Wer heute fragt, wohin sich unsere Gesellschaft entwickelt, der kommt um eine gründliche Beschäftigung mit der Vergangenheit nicht herum. Unsere Gegenwart wird von den Medien gern als »die Beste aller Welten« gefeiert.

Kein Zeitalter habe je solch einen »Fortschritt« erlebt und solch günstige Zukunftsaussichten gehabt. Kaum werden dabei allerdings die tieferen Mechanismen unseres Systems hinterfragt, die zeigen, dass unsere Gesellschaft nicht nur zu einem weiteren Verfall, sondern zum Zusammenbruch verurteilt und die heutige Welt keineswegs die »Beste« ist.

Ein Rückblick in die Geschichte beweist, dass sich die Vorgänge in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen wiederholen – und da bildet auch unsere Zeit keineswegs eine Ausnahme. Dabei verläuft der Kreislauf immer von einem Boom über den Crash und die Krise zum Krieg. Die treibende Kraft war stets die Entwicklung des Geldwesens, welches über Wohl und Wehe der Menschen entschieden hat.

Zusammenbruch des Finanzsystem gefährdet auch den Fortbestand des Gesellschaftssystems

Wer die Geschichte verstehen und daraus lernen will, muss deshalb zuerst die Grundlagen des Geldes kennen. Dabei entwickelt sich die Kultur aus der Gesellschaft, die Gesellschaft beruht auf der Wirtschaft, und diese basiert auf der Geldordnung als Fundament. Wenn es also im Geldwesen Probleme gibt, werden diese sofort auf die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Kultur übertragen. Bricht das Finanzsystem gar zusammen, muss zwangsläufig auch die komplette Gesellschaftsordnung zerfallen.

Wer nach einem beherrschenden Faktor im Geldsystem sucht, findet den Zwang eines jeden Landes, sich zu verschulden. Die Schulden können allerdings nie zurückgezahlt werden, sondern erhöhen sich jedes Jahr um den anfallenden Zinssatz.

Wichtig ist, nicht nur die reinen Staatsschulden, sondern auch die Kredite der Unternehmen und Privathaushalte zu betrachten. Wenn beispielsweise der Staat – wie die USA kurzzeitig unter Präsident Bill Clinton – seine Schulden zurückschraubt, wachsen die Kredite bei den Unternehmen umso kräftiger an.

Als Fazit bleibt: Zu allen Zeiten und an jedem Ort der Welt, an dem ein Zinssystem herrscht, explodiert gleichzeitig die Verschuldung – bis zum Zusammenbruch des Systems. Dabei verläuft das Wachstum einer Zinskurve einer natürlichen Entwicklung völlig zuwider: Während in der Natur gesundes Wachstum (z.B. das eines Baumes) zunächst schnell erfolgt, sich dann verlangsamt und schließlich ganz endet, ist es im Zinssystem umgekehrt.

Hier beginnt das Wachstum langsam, beschleunigt sich immer mehr und geht rechnerisch sogar ins Unendliche weiter. Damit ist der Zusammenbruch schon vorprogrammiert – und dagegen können Sie sich schützen. Wie Sie das affektiv machen können, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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