Unsere beiden Favoriten in der Gesundheitsbranche

Novo Nordisk hatte einen starken Jahresauftakt.

Im 1. Quartal stieg der Umsatz um 12,6%, der Gewinn um 28,3% und das operative Ergebnis um 18% auf 7,6 Mrd dkr. Beide Sparten und nahezu alle Regionen haben zum Wachstum beigetragen.

Besonders gut liefen die Geschäfte in Nordamerika und China mit Zuwächsen von 23 und 17%. Diabetes-Produkte wuchsen um 13,5% auf 15,8 Mrd dkr und Biopharmazeutika um 9,3% auf 4,2 Mrd dkr.

Im Gesamtjahr sollen der Umsatz um 6 bis 8% und das operative Ergebnis um 5% steigen. Unter Berücksichtigung eines erwarteten Zinsergebnisses von 900 Mio dkr und einer Steuerquote von 23% würde der Nettogewinn dann bei 24,5 Mrd dkr liegen.

Im Februar kam es zu einem herben Rückschlag

Die US-Gesundheitsbehörde FDA verweigerte dem neuen Insulin Tresiba die Zulassung und verlangt neue klinische Studien, um mögliche Herz-/Kreislaufrisiken des Präparats und des Schwestermedikaments Ryzodeg einschätzen zu können.

Die Studienergebnisse kann Novo Nordisk im laufenden Jahr nicht mehr liefern.

Tresiba gehört zu den Schlüsselprodukten, mit denen Novo Nordisk seine Führungsposition im Diabetes-Markt festigen will. In einigen Ländern ist Tresiba bereits auf dem Markt. Die US-Zulassung erwarten wir 2014.

Die Aussichten sind trotz der Zulassungsverzögerung ausgezeichnet. Die Zahl der Diabetes-Patienten steigt kontinuierlich.

Experten zufolge wird der Insulin-Markt bis 2018 von aktuell 35 auf 58 Mrd $ wachsen. Novo Nordisk sollte überdurchschnittlich profitieren. Das Timing belassen wir bei 5 Sternen.

Unternehmensporträt

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk ist der weltweit führende Hersteller von Insulin zur Diabetes-Behandlung und von Injektions-Systemen. Der globale Marktanteil bei Insulinpräparaten beträgt 50%, bei Insulin-Analoga liegt er bei 46%.

Weitere Kernbereiche sind Herstellung und Vertrieb von Wachstumshormonen, Oestrogen- und Gestagen-Präparaten sowie Gerinnungsfaktoren. Novo Nordisk unterhält eine Forschungsklinik, das Steno Diabetes Center.

Mylan hat im 1. Quartal die Erwartungen des Marktes getroffen

Der Umsatz stieg dank guter Auslandsgeschäfte um 3%. In Asien wuchs der Konzern zwar nur um 2% auf 305 Mio $, in der Region Europa/Mittlerer Osten/Afrika (EMEA) aber um 10% auf 370 Mio $. Der 4,5%ige Rückgang im US-Geschäft konnte damit mehr als ausgeglichen werden.

Die Sparte Spezialitäten überzeugte mit einem Zuwachs von 28% auf 219 Mio $. Wachstumstreiber Nummer 1 war Epipen zur Behandlung verschiedener Allergien. Generika lagen mit 1,41 Mrd $ auf Vorjahresniveau.

Aufwendungen und Sondereffekte belasten

Der Gewinn sank um 17,2%. Belastet haben akquisitionsbedingte Aufwendungen und andere Sondereffekte. Der bereinigte Gewinn pro Aktie stieg um 19,2% auf 0,62 $. Die Bruttomarge verbesserte sich leicht von 42,3 auf 42,5%.

Im Gesamtjahr erwartet der Konzern einen Umsatz von 7 bis 7,4 Mrd $ und einen bereinigten Gewinn von 2,75 bis 2,95 $ pro Aktie. Der tatsächliche Gewinn wird aber geringer ausfallen.

Die langfristigen Aussichten sind ausgezeichnet. Das Portfolio umfasst 178 generische Wirkstoffe, die auf ihre Zulassung warten und einen Jahresumsatz von 78,4 Mrd $ repräsentieren.

Vielversprechend ist auch die geplante Übernahme der indischen Agila Specialities für 1,6 Mrd $. Agila ist auf injizierbare Generika spezialisiert, ein Markt mit jährlichen Wachstumsraten von 13% bis 2017.

Im 4. Quartal soll der Deal abgeschlossen sein. Hinzu kommt die Erweiterung der Kooperation mit der indischen Biocon Ltd. Dabei geht es um die gemeinsame Entwicklung generischer Insulin-Produkte.

Mylan wird seinen profitablen Wachstumskurs fortsetzen. Timing unverändert 5 Sterne.

Unternehmensporträt

Mylan ist der weltweit drittgrößte Generika-Hersteller und entwickelt über seine Tochtergesellschaften Mylan Pharmaceuticals, UDL Laboratories, Matrix Labs, Bertek Pharmaceuticals und Mylan Tech verschreibungspflichtige Generika.

Das Produktportfolio umfasst mehr als 1.100 Generika, die in rund 140 Ländern vertrieben werden. Mylan wurde 1961 gegründet und ging 1973 an die Börse.

3. Juli 2013

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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