Unternehmen auf der Erfolgsspur: Bechtle und Nemetschek

Im 2. Quartal legte Bechtle bei Umsatz und Gewinn zu:

Demnach stieg der Umsatz um 5,4% auf 723,4 Mio. € und das operative Ergebnis (EBIT) um 21% auf 32,3 Mio. €.

Den größeren Anteil daran hatte das Segment IT-Systemhaus & Managed Services. Wachstumstreiber waren, wie in den Vorquartalen, die Systemhäuser im Inland.

Das EBIT im Segment kletterte um 48,3% auf 20,4 Mio. €. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 3,1 auf 4,2%.

Hintergrund dieser herausragenden Entwicklung ist ein gestiegener Anteil höherwertiger Dienstleistungen wie Managed- und Cloud Services.

Mit einem erweiterten Angebot zur Transformation bestehender IT-Architekturen in moderne Cloud-Umgebungen unterstützt Bechtle seine Kunden in deren Kerngeschäft.

Im Segment IT-E-Commerce stieg der Umsatz um 3,1% auf 241,8 Mio. €.

Während sich die Mehrzahl der Handels-Gesellschaften positiv entwickelte, war Bechtle in einigen wichtigen Märkten mit schwierigen Bedingungen konfrontiert.

Das EBIT lag mit 11,8 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 12,9 Mio. €. Die Marge ging von 5,5 auf 4,9% zurück.

Vor dem Hintergrund eines sehr starken Vorjahres-Quartals ist die Entwicklung zufriedenstellend.

Strategische Projekte sichern Bechtle zukünftiges Wachtum

Zudem treibt Bechtle eine Vielzahl strategischer Projekte voran, die zunächst Geld kosten. Die Entwicklung in den ersten 6 Monaten war insgesamt gut.

Auch wenn sich diese Dynamik nicht automatisch auf das Gesamtjahr fortschreiben lässt, rechnet Bechtle damit, Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 deutlich zu verbessern.

Unternehmens-Porträt

Bechtle gehört zu den drei größten IT-Systemhäusern in Deutschland. Die Gruppe ist in die Geschäftsfelder System-Integration und E-Commerce untergliedert.

Die Sparte E-Commerce (Bechtle direct) ist auf den Direkt-Vertrieb von IT-Handels-Produkten an gewerbliche Kunden spezialisiert.

Die Implementierung und Integration der verkauften Software- und Hardware-Systeme beim Kunden ist im Bereich System-Integration zusammengefasst.

Nemetschek bleibt auf dem Wachstumspfad

Nemetschek hat die dynamische Entwicklung zu Jahresbeginn fortgesetzt und den Umsatz im 2. Quartal um 22,2% auf 83,8 Mio. € gesteigert.

Die größten Wachstums-Impulse kamen aus dem Ausland. Dort stieg der Umsatz im 1. Halbjahr um 22,0% auf 109,7 Mio. €.

Mit einem Plus von 21,9% auf 85,8 Mio. € war der Umsatz aus dem Verkauf von Software-Lizenzen ein weiterer Wachstumstreiber.

Die wiederkehrenden Umsätze aus Wartungs-Verträgen und Mietmodellen erhöhten sich auch deutlich 2-stellig.

Der Anteil der wiederkehrenden Umsätze am Gesamt-Umsatz betrug 41,9%. Positiv entwickelte sich das Segment Planen.

Das Wachstum ist auf nahezu alle Regionen und Marken zurückzuführen

Getragen durch die Akquisition der finnischen Gesellschaft Solibri und durch das starke organische Wachstum der US-Tochter Bluebeam Software erhöhte sich der Umsatz des Segments Bauen um 41,1%.

Im Segment Nutzen konnte das Wachstum im 2. Quartal beschleunigt werden.

Das Segment Media & Entertainment verzeichnete einen deutlichen Umsatz-Anstieg im 2. Quartal, nach einer stabilen Entwicklung in den ersten 3 Monaten.

Überproportional zum Konzern-Umsatz stieg das operative Ergebnis um 39,9% auf 45,6 Mio. €. Unterm Strich stieg der Gewinn um 47,5% auf 59 Cent je Aktie.

Nemetschek hat seine Wettbewerb-Fähigkeit und Marktposition im AEC-Markt weiter verbessert und ist auf einem sehr guten Weg zu einem weiteren Rekordjahr.

Die Internationalisierung sowie innovative Lösungen für die Kunden sind dabei die Grundvoraussetzungen, um auch künftig starkes Wachstum zu realisieren.

Unternehmens-Porträt

1963 von Prof. Georg Nemetschek gegründet, bietet das Unternehmen heute Software und Dienstleistungen in den Kerngeschäftsfeldern Architektur und Bau an.

Die Palette der Software-Programme reicht von CAD-Lösungen für Architekten und Ingenieure bis hin zu Bau-Software für die Kostenplanung, für Ausschreibungen und die Bauausführung.

Die Lösungen decken damit einen Großteil der gesamten Wertschöpfungskette am Bau ab.

26. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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