US-Konjunktur: Trotz Rekordbörsen immer mehr Krisenmeldungen

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An der Wall Street werden immer neue Rekordkurse erreicht. Doch die Daten aus der US-Wirtschaft werden immer schlechter – eine Krise scheint unausweichlich. (Foto: Andrei Tudoran / Shutterstock.com)

Immer mehr Anzeichen deuten es an: Auch in den USA geht es mit der Konjunktur bergab. Doch wie so oft erkennen viele US-Bürger die Gefahr nicht. Genau das macht solche schleichenden Verschlechterungen so gefährlich.

Aber der Schwung auf dem Arbeitsmarkt ist genauso verlorengegangen wie das Vertrauen der Verbraucher – auch das befindet sich seit geraumer Zeit auf dem Rückzug. Hinzu kommen noch kritische Meldungen vom Immobilienmarkt mit zum Teil deutlichen Preisrückgängen speziell in einigen großen US-Metropolen.

Hier sehen Sie schon: Fast überall wo man in den USA hinschaut, braut sich etwas zusammen. Und das ist nun wirklich kein gutes Zeichen exakt ein Jahr vor der nächsten Präsidentenwahl. So wie es jetzt aussieht, wird wohl Amtsinhaber Donald Trump noch einmal antreten. Dabei stehen seine Chancen gar nicht so schlecht für eine zweite Amtszeit im Weißen Haus. Sollte das tatsächlich so kommen, dürften wir uns in Deutschland auf weitere ungemütliche Jahre einstellen.

Aber an dieser Stelle soll es vielmehr um die aktuelle wirtschaftliche Schwäche in den USA gehen – und dafür habe ich noch einige aktuelle Beispiele, die Ihnen den Ernst der Lage klar verdeutlichen. So sind in der US-Wirtschaft zuletzt so wenig neue Stellen geschaffen worden wie seit 7 Jahren nicht mehr. Das Verbraucher-Vertrauen ist zudem schon den dritten Monat in Folge zurückgegangen.

Nur ein Krisensignal: Tesla mit Umsatzeinbruch in den USA

Die Leerstände von Ladenlokalen in den US-Shopping-Malls haben den höchsten Stand seit der letzten Rezession erreicht. Auch bis vor kurzem noch vielversprechende Unternehmen müssen jetzt heftige Rückschläge hinnehmen. So sind die Umsätze von Tesla in den USA um knapp 40% auf jetzt nur noch gut 3,1 Mrd. USD eingebrochen. Wie schon erwähnt liefert auch der Immobilienmarkt schlechte Nachrichten: So sind die Preise für neue Häuser in den USA zuletzt auf den niedrigsten Stand seit knapp 3 Jahren gefallen.

Eine Tatsache stimmt aber positiv – im Vergleich zu früheren Krisen: Die Amerikaner scheinen besser vorbereitet zu sein für die kommende Krise. So bereiten sich laut einer aktuellen Umfrage immerhin zwei Drittel aller US-Haushalte auf eine mögliche Rezession vor.

So viel Weitsicht ist bei vielen deutschen Investoren nicht vorhanden. Noch immer fließt sehr viel Geld in den völlig hochspekulierten Aktienmarkt – aus Mangel an Alternativen. Doch wenn erst klar wird, dass 2020 viele Unternehmen kaum noch Gewinne machen werden und dann noch ein extremes Krisenereignis mit dazu kommt, dann kann es sehr schnell gehen mit dem Absturz an den Finanzmärkten.

Daher sollten Sie auch weiterhin aktiven Krisenschutz betreiben. Dazu gehört auf jeden Fall auch die regelmäßige Lektüre meines Newsletters und eine insgesamt breite Vermögensstreuung.

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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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