US-Leitzins-Anhebung beeinflusst gesamte Wirtschaft

Die amerikanische Zentralbank ist vorgeprescht: Jüngst erhöhte sie den Leitzins auf eine Spanne zwischen 0,75 und 1%.

Weitere Schritte könnten folgen.

Das hat natürlich unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftsbanken – und damit auf ihre Kunden, weil die höheren Kosten weitergegeben werden.

Was wäre wenn…

Wir haben Ihnen aufgezeigt, dass auch die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins anheben könnte.

Denn eine zu große Lücke zwischen europäischem und US-amerikanischem Zinsniveau wäre eine gefährliche und weitere Belastung für den Euro.

Sie wissen jetzt, welche Auswirkungen eine Leitzins-Erhöhung auf die Immobilien- und Autokredite sowie auf die Kreditkarten-Verbindlichkeiten haben: allesamt negative.

Die Banken reagieren schnell; so gaben sie z. B. die höheren Kosten bei den variablen Zinsen in den Kreditkarten-Verträgen innerhalb von 2 Monaten weiter.

Leitzins-Anhebung beeinflusst Start-up-Gründungen

Wussten Sie, dass Start-up-Gründungen in den USA zurückgehen? – Wir nicht.

Aber als wir dazu recherchierten, entdeckten wir, dass dies mit der Vergabe von Studenten-Krediten zu tun hat.

Denn zwischenzeitlich sind rund 25% der amerikanischen Uni-Absolventen in Zahlungs-Schwierigkeiten geraten und können diese Kredite nicht mehr bedienen.

Übrigens: Der Zinssatz liegt bei 3,9 – 7,9%.

Freilich werden sich steigende Leitzinsen als höhere Zinsraten bei Studenten-Krediten bemerkbar machen – und damit die Innovationen; die Start-up-Gründungen maßgeblich beeinflussen.

Leitzins-Anhebung beeinflusst gesamte Wirtschaft

Sie sehen also, dass eine Leitzins-Erhöhung immer auch einen Domino-Effekt für die gesamte Wirtschaft bedeutet.

Fakt ist: Eine solche verschärft Ihre eigene Finanzlage.

Wie Ihnen beispielsweise anhand der Immobilien- und Autokredite sowie der Kreditkarten-Verbindlichkeiten aufgezeigt wurde, teilweise sogar extrem.

Der Verlierer sind Sie

Zusammengefasst kann gesagt werden:

Bei einer Leitzins-Anhebung werden die Kredite und Verbindlichkeiten erhöht, während die Guthaben-Zinsen auf Ihre Ersparnisse weitgehend unverändert bleiben.

Der Verlierer dieses Money-Games sind zweifellos Sie.

Ein Beleg dafür sind die sogenannten Prime Rates in den USA, welche die Grundlage bilden, um die Zinsen verschiedener Kredite festzulegen.

Schon kurz nach Bekanntgabe der US-Leitzins-Erhöhung hoben verschiedene Banken diese Prime Rates an – und zwar von 3,75 auf 4%.

Die US-Leitzins-Erhöhung wird Auswirkungen auf den Euro-Raum haben

Manch ein Finanz-Experte prognostiziert in der Eurozone bereits das Ende der Niedrigzins-Politik – und damit der Eindämmung der Geldflut durch das Abschmelzen der Anleihenkäufe – und das schrittweise.

Seien Sie versichert: Die Leitzins-Anhebungen in den USA werden die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank beeinflussen – und zwar maßgeblich.

Die Auswirkungen dafür haben wir Ihnen bereits aufgezeigt. Sorgen Sie deshalb schon jetzt vor!

Investieren Sie beispielsweise in ausgesuchte defensive Mischfonds! Das sind Finanzpools, die flexibel zwischen Aktien, Anleihen oder Bargeld umschichten.

Einen Großteil der Anlegermittel halten diese dabei stets in sicheren Zinspapieren.

27. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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