US-Präsident Trump ruft 30.000 als neues Kursziel für den Dow Jones aus

Die Entwicklung des Aktienmarkts ist offenbar auch im Visier der US-Regierung. Nach der Rekordjagd der jüngsten Vergangenheit stellt US-Präsident Trump neue Index-Kursziele in den Raum. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Der Höhenflug an den US-Börsen setzt sich auch 2018 ungebremst fort. In den ersten vier Handelstagen des neuen Jahres erklommen die diversen Indizes neue Rekordmarken. Der viel beachtete Dow Jones überwand am 4. Januar die runde Marke von 25.000. Und zwar in absolutem Rekordtempo. Es bedurfte sage und schreibe nur 23 Handelstage, also nicht einmal fünf volle Handelswochen, ehe der Index den Tausenderschritt von 24.000 auf 25.000 schaffte.

So rasant ging es bisher nie zuvor in der Geschichte nach oben. Der alte Rekord von einer runden Tausendermarke zur nächsten lag bislang bei 24 Handelstagen. Gut möglich, dass angesichts des irren Momentums womöglich die 26.000er-Marke in deutlich weniger als 20 Handelstagen erreicht werden wird. Aber vielleicht geht der Rallye ja schon in den nächsten Wochen die Kraft aus.

US-Präsident ruft neues Kursziel aus

Wenig verwunderlich ist auch, dass in dem euphorischen Umfeld US-Präsident Trump höchstpersönlich den Anstieg auf 25.000 feierte. Er ging in dem Kontext sogar noch weiter und rief die 30.000 als „neue Nummer“ aus. Er deutete an, dass ein weiterer Anstieg der Kurse an den Börsen Ziel seiner Regierung ist.

Und in dem Zusammenhang wurde auf ein ganzes Bündel an Maßnahmen der US-Regierung verwiesen, mit denen der Anstieg der Kurse zumindest gefördert werde. Konkret geht es hier um die Absenkung der Körperschaftssteuer und die weitere Erhöhung der fiskalischen Ausgaben. Das ist zumindest das Wunschdenken der Administration von Donald Trump.

US-Notenbank besorgt über hohe „Asset-Preise“

Höchst interessant ist da, was aus den jüngst veröffentlichten Protokollen der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank hervorging. Darin war zu lesen, dass eine Reihe hochrangiger Mitglieder der Federal Reserve aktuell besorgt sind. Grund zur Sorge seien den Protokollen zufolge Risiken für Finanzstabilität. Und in dem Kontext wird auf die gegenwärtige geringe Volatilität an den Märkten und – jetzt wird es höchst interessant – die hohen Bewertungen der Asset-, sprich Aktienpreise verwiesen.

Ja, liebe Leser, wir sollten wahrlich extrem wachsam sein, wenn sich schon die höchsten Vertreter der mächtigen US-Notenbank ob der hohen Bewertung der Märkte sorgen. Anders formuliert, das Chance-Risiko-Verhältnis ist derzeit für Käufer am US-Aktienmarkt denkbar schlecht. Letztlich stellt sich die Frage, wann dieser extreme Hausse-Impuls beendet sein wird. Sicher ist, dass das Absturzpotential mit jedem Tag weiterer Rekorde an den Aktienmärkten größer wird. Unabänderlich.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Günter Hannich. Zusätzlich erhalten Sie kostenlose E-Mail Updates zu den profitabelsten Börsengeschäften.

Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt