US-Wirtschaft: Diese 2 Faktoren lassen die Alarmglocken klingeln

Der Blick in die USA ist derzeit extrem wichtig.

Denn was sich dort in der größten Volkswirtschaft der Welt tut, hat nun einmal massive Auswirkungen auch auf die Entwicklung bei uns.

Bei der Analyse aktueller Daten bin ich auf etwas gestoßen, dass mich doch stark beunruhigt. So steigen in den USA derzeit die privaten Insolvenzen wieder massiv an.

Seit November 2015 geht es schon mit den Insolvenzen von Unternehmen wieder deutlich nach oben.

Insolvenzen steigen wieder deutlich an – bei Privatpersonen und auch bei Unternehmen

Im Jahr 2016 kletterten die Firmen-Insolvenzen auf Jahresbasis um 26 % und erreichten den höchsten Stand seit 2014.

Doch im vergangenen Jahr gab es auch erstmals wieder einen massiven Anstieg der privaten Insolvenzen.

So geht es hier im Vergleich zum Januar 2016 um 5,4% nach oben auf insgesamt 52.421 Privat-Insolvenzen.

Das hat das American Bankruptcy Institute ermittelt. Diese Experten ermittelten hier den 1. deutlichen Anstieg zum Jahresende seit 2010.

Wir wissen aus der Vergangenheit, dass es ungesund für die wirtschaftliche Entwicklung ist, wenn Schulden über einen längeren Zeitraum schneller steigen als die Wirtschaftsleistung.

Die logische Folge einer solchen Entwicklung ist, dass immer größere Teile der Schulden als notleidend eingestuft werden müssen.

Notleidend heißt an dieser Stelle, dass die Schulden nicht zurückgezahlt werden können.

Genau eine solche Entwicklung hat es in den USA auch schon im Vorfeld der Finanzkrise 2008 gegeben. Auch damals stiegen die privaten Insolvenzen deutlich an.

Und genau das ist ja auch jetzt wieder der Fall – auch wenn bisher noch nicht die Niveaus von 2008 wieder erreicht worden sind.

Hier ist aber allein der negative Trend schon ein gefährliches Kennzeichen dafür, dass sich die Lage in den USA derzeit deutlich verschlechtert.

US-Automobil-Verkäufe brechen ein

Ein weiteres Anzeichen für eine anstehende Schwäche in den USA sind auch die Verkaufszahlen im Automobil-Bereich.

Gerade jetzt sind die Daten zum Januar 2017 veröffentlicht worden und die zeigen ganz deutlich massive Rückgänge bei vielen Herstellern – auf Basis der saisonal angepassten Verkaufszahlen.

So sind die Verkäufe bei General Motors um 21 % auf Jahresbasis eingebrochen. Ford muss ein Minus von 17,5% und Toyota ein Minus von knapp 20% verkraften.

An diesen 2 Beispielen aus den USA erkennen Sie deutlich:

Die wirtschaftliche Lage in dem Land ist jetzt schon angespannt. Hinzu kommt noch die große Ungewissheit, was ein Präsident Trump für die US Wirtschaft noch weiter bedeuten wird.

6. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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