USA-Börse heute geschlossen – ab Wochenmitte wieder Turbulenzen?

Durch den Memorial Day ist die US-Börse heute geschlossen. Doch was passiert ab Mitte der Woche? (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Heute sind die Börsen in den USA wegen des „Memorial Day“ geschlossen. Unsere heimischen Börsen können sich einmal zeigen, wenn der große Bruder weder Vorgaben macht noch Ausblicke ab mittags stören.

Interessant, ob sich einmal eine eigenständige Meinung herausbilden wird. Entscheidend aber in dieser Woche für die Marktstimmung: die Arbeitsmarktdaten aus den USA – die werden unsere Börsen prägen. Meine Erwartung zu den Daten lesen Sie hier.

Am Donnerstag: die Daten kommen um 14.15 Uhr an – vorher rumpelt es schon

Offiziell kommen die Daten erst nachmittags an die Märkte. Um 14.15 Uhr – in diesem Monat ist dies besonders spannend, da Analysten zuletzt von einer ansteigenden Konjunktur ausgingen.

Diese Annahme muss sich nun bewähren, sonst bricht wieder eine Verkaufswelle los. Stellen Sie sich allerdings an den Rand und schauen dem Schauspiel nur zu.

Zuletzt ist die Arbeitslosigkeit laut dem „ADP Employment Report“, so heißt der Bericht, um 32.000 angestiegen.

Der Konsens geht von +52.000 für den Mai aus – ich erwarte allerdings noch einmal leicht mehr Arbeitslose. Einziger Ausweg der Regierung sind die gewohnten statistischen Hilfseingriffe, mit denen Arbeitslose wegdefiniert werden.

Hintergrund meiner Meinung sind die Daten, die am Freitag kommen: die neugeschaffenen Stellen.

Zuletzt waren dies 290.000, der Konsens geht von 500.000 aus. Zuviel, wie ich meine – diese hohe Annahme verfälscht wiederum die Daten für die Arbeitslosigkeit.

Zunächst wird auch das Jobwachstum in den USA nicht so stark sein wie angenommen. Der Export ist wegen des wieder stärkeren US-Dollars nicht so gut angelaufen wie erhofft. Zudem „sparen“ die Amerikaner zwangsweise mehr.

Annahmen etwas zu positiv: ab Donnerstagmorgen werden die Kurse schwanken

Das heißt kurz gesagt: auch die Arbeitslosenquote wird zu niedrig geschätzt. Der Konsens geht von 9,8% aus, die letzte gemeldete Quote betrug 9,9%. Möglich, dass die Zahl noch einmal in der ersten Version „nach oben“ geschönt wird (dies war in den vergangenen Monaten in der ersten Version immer der Fall).

Verfängt dieser Trick jedoch nicht oder spart sich die Regierung die allmonatlich Peinlihckeit, wird es ab Donnerstag noch einmal heftiger schwanken. Dies zumindest erwarte ich.

Meine Empfehlung für diese Woche lautet: Nutzen Sie Schwächen an den Aktienbörsen einfach aus und kaufen dazu.

Denn: die Schwankungen, mit denen ich rechne, haben wiederum mit dem Langfristpotenzial nichts zu tun. Sachwerte, solide Aktien, werden in den nächsten Monaten stark gefragt bleiben.

Wer etwas Geduld hat, wartet mit Käufen bis zum Ende der Woche ab – mit entsprechendem „Glück“ kommt es zu den Schwankungen. Ansonsten gehen Sie am besten limitiert in den Markt: mit Orderkursen leicht unter den aktuellen Einstiegskursen.

Eine weitere Empfehlung zu Stop-Loss-Limits: Kurzfristige Schwankungen sind gefährlich, wenn Ihre Limits zu hoch sind. Prüfen Sie diese und gehen notfalls etwas herunter – angesichts der Aussichten wäre es schade, wenn Sie zu früh ausgestoppt würden.

Ein Kurspotenzial von mehr als 50% erwartet die Redaktion des „Neuen Deutschen Geldanlagebriefs“ jetzt noch für einen westdeutschen Versorger – geprüft im Langfristvergleich der zwei großen Krisen der vergangenen 12 Jahre. Sehen Sie selbst im kostenfreien 30-Tage-Gratis-Test und nutzen die Empfehlung der neuen Ausgabe vom nächsten Mittwoch (im Internet) gleich aus. Übrigens: Auch morgen kann es bereits zu Schwankungen kommen – wenn die Börsen heute wenig machen und auf die neuen Daten aus den USA für morgen starren.

Jeder kleine Husten aus den USA kann dann bereits hier am Vormittag die Kurse nach unten oder oben jagen.

Auslöser können Spekulationen zum Autoverkauf sein (Meldungen kommen dann im Laufe des Tages). Dies ist aber für unsere Strategie vollständig gleichgültig. Entscheidend bleibt das Ende der Woche.

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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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