USA: Drastische Reduzierung der Firmensteuer

Alarmstufe Rot bei der Deutschen Wirtschaft: Die vor Kurzem im US-Senat durchgepaukte Steuer-Reform von US-Präsident Donald Trump, die freilich noch […] (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Alarmstufe Rot bei der Deutschen Wirtschaft:

Die vor Kurzem im US-Senat durchgepaukte Steuer-Reform von US-Präsident Donald Trump, die freilich noch durch das Repräsentantenhaus muss, sorgt auch hierzulande für Wirbel!

Trumps Steuer-Reform sorgt für Unmut in der deutschen Wirtschaft

Die Pläne sehen eine drastische Senkung der US-Firmensteuer vor, und zwar von 35 auf 20%.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnte bereits völlig zurecht vor künftigen massiven Nachteilen für europäische Firmen gegenüber US-amerikanischen.

Denn die Reformpläne führen zu erheblichen Doppel-Besteuerungen der europäischen Unternehmen, und dadurch entsteht ein massiver Schaden durch Wettbewerbs-Nachteil.

Wird aus „America First“ letztlich „German Last“?

Dementsprechend fordert nun auch die deutsche Wirtschaft von der hoffentlich bald neuen Bundesregierung eine Senkung der Unternehmens-Steuern.

Nicht, dass aus „America First“ schließlich noch „German Last“ wird…

Während die Europäer, allen voran die Deutschen, also mit der Steuer-Reform hadern, reagieren die US-Börsen mit der Aussicht auf kräftige Firmen-Entlastungen geradezu mit Rekordständen.

Weitere Steuer-Geschenke für US-amerikanische Firmen

Durch die Steuer-Senkung sollen die US-Konzerne außerdem dazu gebracht werden die im Ausland erzielten Gewinne nicht etwa dort, sondern in der Heimat zu investieren.

Auch das macht Trump ihnen schmackhaft, und zwar dadurch, dass diese Kapital-Rückführung weitgehend von einer Besteuerung ausgenommen sein soll.

Ganz ehrlich: Davon können deutsche Unternehmen nur träumen…

Amerika wird wettbewerbsfähiger

Die Republikaner im US-Senat feiern schon jetzt.

So erklärte beispielsweise Mitch McConnell, der Mehrheitsführer der Republikaner, dass mit dieser Steuer-Reform Amerika wettbewerbsfähiger gemacht werden würde.

Und Arbeitsplätze vor der Verlagerung ins Ausland geschützt und auch die Mittelschicht substanziell entlastet werde.

Auch dahingehend können Arbeitnehmer hierzulande nur neidvoll über den Großen Teich blicken.

Ein schlechtes Gesetz noch schlechter gemacht?

Natürlich agitieren die US-Demokraten dagegen. Sie sprechen von Geschenken für Unternehmen und Wohlhabende. Diese seien mit Milliarden-Schulden erkauft worden.

Konkret sagte Chuck Schumer, der ranghöchste Demokrat im Senat: „Die Republikaner haben es geschafft, ein schlechtes Gesetz noch schlechter zu machen.“

US-Schuldenberg steigt gering

Tatsächlich steigt der Schuldenberg der Vereinigten Staaten durch die Steuer-Reform wohl von derzeit rund 20 Bio. Dollar um weitere 1,4 Bio. – aber im Laufe von 10 Jahren.

Deshalb ist es etwas zu theatralisch, von einer Aufblähung des Haushalts-Defizits zu Lasten künftiger Generationen zu sprechen.

Teilweiser Abbau von Obamacare

Die US-Steuerpläne sehen aber auch noch etwas anderes vor: Den teilweisen Rückbau von Barack Obamas Gesundheits-Reform Obamacare.

So beispielsweise die Abschaffung der Strafe, wenn Bürger sich der Krankenversicherungs-Pflicht widersetzen. Was die einen gut finden, kritisieren die anderen wiederum.

Denn die Rücknahme dieser Pflicht könnte dazu führen, dass die Versicherungs-Kosten für Kranke und Alte exorbitant zunehmen.

„America First“ schadet Europa

Wie dem auch sei: Sie haben hoffentlich verstanden, dass die geplante US-Steuer-Reform nicht nur Amerika betrifft, sondern auch Europa – und nicht zuletzt eben auch damit Deutschland.

Reagiert die Bundesregierung nicht angemessen darauf, dann kann „America First“ tatsächlich erheblichen Schaden für die Wirtschaft hierzulande bedeuten.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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