USA: Immer mehr wirtschaftliche Krisensignale

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In den USA ziehen immer mehr dunkle Wolken am Konjunkturhimmel auf. Ob Einzelhandel oder Transportwesen – die Lage ist ernst in den USA. (Foto: Kamira / Shutterstock.com)

Immer wieder schaue ich an dieser Stelle auch in die USA. Was dort wirtschaftlich geschieht hat nun einmal einen massiven Einfluss auf uns in Europa und ganz speziell auch auf uns in Deutschland. Es bleibt dabei: Die Vereinigten Statten sind noch immer die globale Nummer 1 wenn es um die wirtschaftliche Potenz geht.

Daher muss es uns alle aufschrecken, wenn dort die Vorzeichen für eine aufkommende Krise immer deutlicher werden. Ähnlich wie bei uns auch, steht die Automobilindustrie in den USA mit dem Rücken zur Wand. Mal wieder, könnte man hier auch sagen. Im Zuge der globalen Finanzkrise 2009 standen die US-Autobauer auch schon mit dem Rücken zur wand und wurden nur durch massive finanzielle Hilfen überhaupt gerettet.

Jetzt hat beispielsweise Ford angekündigt, massiv Stellen abzubauen. Doch ob das ausreicht wird sich noch zeigen müssen. Im Endeffekt muss es noch zu weiteren Zusammenschlüssen in der Branche kommen. Selbst für die großen Konzerne wird die Entwicklung neuer Antriebstechnologien einfach zu teuer. Und wenn gleichzeitig auch noch die alten Verbrennungsmotoren als Übergangslösung weitergebaut werden müssen, bindet das auch Kräfte, die bei den innovativen Technologien wieder fehlen.

Einzelhandel und Transportwesen senden Krisensignale

Doch es ist nicht nur die US-Autoindustrie, die aktuell Krisensignale sendet. Vor allem auch aus dem Einzelhandel tauchen fast täglich neue Meldungen auf. Die Modekette Charming Charlie steht beispielsweise vor dem Aus. Der Name ist in Deutschland unbekannt – doch in den USA betreibt das Unternehmen immerhin 261 Geschäfte.

Spannend ist zudem: Das Unternehmen hat seinen Sitz im steuerlich attraktiven US-Bundesstaat Delaware, südlich der Hauptstadt Washington. Dort haben sich über die Jahre viele Firmen angesiedelt. Doch wenn jetzt schon Firmen dort Bankrott gehen – trotz der massiven Steuervorteile lässt das tief blicken auf den Zustand der US-Wirtschaft.

Unabhängig vom Konjunkturverlauf einzelner Branchen gibt es aber ein noch viel stärkeres Krisensignal: Der Handel in den USA geht zurück. Das lässt sich recht einfach an den Frachtraten bestimmen. Wenn weniger Waren in den USA transportiert werden, dann lässt auch die wirtschaftliche Aktivität nach. Und in den vergangenen Wochen haben Branchenverbände aus dem Transportsektor schon vor einem „Blutbad in der Branche gewarnt“ nachdem einige Firmen erst Gewinnwarnungen und dann sogar Konkurs angemeldet haben.

An dieser Auflistung aus den USA erkennen Sie schnell: Die Krisensignale nehmen zu. Und genau das erwarte ich auf für die Euro-Zone und ganz speziell für Deutschland. Daher werde ich in den kommenden Wochen genau hinschauen, welche neuen Krisensignale sich bei uns auftun werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich schon bald fündig werde. Ich halte Sie hier auf jeden Fall auf dem Laufenden.

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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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