USA: Massiver Job-Abbau bei großen Konzernen

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Allein beim Autokonzern Ford sollen in kurzer Zeit 7.000 Jobs wegfallen – und das hauptsächlich beim Management. (Foto: aphotostory / Shutterstock.com)

In den USA sind die aktuellen Einschätzungen zu Konjunktur noch positiv. So erwarten viele Experten im laufenden Jahr noch ein Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent. Doch liegen wirklich noch gute Zeiten vor der US Konjunktur? Ich habe einige Zweifel daran.

Ein Faktor, der mich persönlich stark aufhorchen lässt, ist die große Anzahl an Entlassungen die derzeit angekündigt wird. Für mich ist das eher ein Signal dafür, dass die US-Konjunktur entweder kurz vor einer Rezession steht oder diese sogar schon begonnen hat.

Auch in vielen Massenmedien des Landes wird immer die robuste Konjunktur gelobt. Aber ganz ehrlich: Das passt doch nicht zusammen, wenn gleichzeitig große Konzerne Tausende von Stellen abbauen. Beispiel Ford: So sollen insgesamt 7.000 Jobs abgebaut werden. Und dieses Mal sind nicht die Produktions-Abteilungen betroffen. Diesmal geht es um das Management. Damit sollen bis zu 10 % der weltweiten Manager bei Ford als Teil eines Restrukturierungsplans das Unternehmen verlassen. Durch diese Maßnahme möchte Ford 600 Millionen Dollar jährlich sparen. Beim US-Unternehmen 3M sollen rund 2.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Auch das ist Teil eines globalen Restrukturierungsplans, als Reaktion auf das bislang schwache Geschäft im laufenden Jahr.

Fakt ist: Die US Konjunktur ist schon in den vergangenen Monaten etwas zurückgekommen und der jetzt aufkommende Handelskonflikt mit China wird die Lage noch deutlich verschlechtern. Das ist ein Aspekt des Themas den US Präsident Donald bisher klein hält. Verschiedene Studien sind zu jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass ein offener Handelskrieg zwischen China und den USA Millionen Arbeitsplätze kosten kann.

US-China-Konflikt hat viel Krisenpotenzial

Und wie schnell es hier zu massiven Verwerfungen kommen kann, hat der Wochenanfang gezeigt. So wie es jetzt aussieht, wird Google das Betriebssystem für die Smartphones des chinesischen Herstellers Huawei mittelfristig nicht mehr aktualisieren. Sollte das wirklich in aller Konsequenz umgesetzt werden, bedeutet das eine massive Schwächung des chinesischen Telekom Konzerns.

Klar ist aber auch, dass die chinesische Seite nicht vor Gegenmaßnahmen zurückschrecken wird. Und das ist nur ein Wirtschaftssektor, in dem sich jetzt direkt weitere Spannungen auftun. Sie sehen hier ganz deutlich, welches Krisenpotenzial die auf kommenden Handelskonflikte in der Praxis haben.

Bezogen auf die weitere Entwicklung ist mir eine Sache auch auf jeden Fall wichtig: Wir erleben gerade jetzt erst den Anfang des wirtschaftlichen Abschwungs. Wenn hier die Dynamik noch weiter nachlässt, kann das schon sehr schnell zu massiven Folgen kommen. Daher ist es wichtig, dass Sie gerade jetzt ihr Vermögen aktiv gegen die kommende Krise absichern. Wie das geht, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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