USA-Serie: Teil 3 – USA vor neuer industrieller Revolution

Heute lesen Sie hier im Schlussgong den dritten und letzten Teil der USA-Serie. Beginnen möchte ich mit einer Aussage von Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie:

„Die USA werden eine neue industrielle Revolution erleben.“ Diese Aussage stammt übrigens bereits aus dem Jahr 2012.

Wie kommt er zu dieser Aussage? Hauptsächlich dadurch, dass die klassischen Industriekonzerne der US-Wirtschaft, wie etwa der Mischkonzern General Electric, von Amerikas Re-Industrialisierung profitieren.

Denn: Mit Schieferöl und Gas haben die USA neue Energiequellen erschlossen, mit deren Hilfe sie binnen weniger Jahre vom Öl- und Gasimporteur zum -exporteur aufsteigen können.

Mit der Nutzung der neuen Fördertechnologie haben sich die USA für mehr Jobs und Industrie-Wachstum und gegen eine Stärkung des Umweltschutzes ausgesprochen. Das ist eine Entscheidung, die jedes Land für sich treffen muss.

Die Konsequenz dieser Politik in den USA habe ich hier im Schlussgong bereits gestern kurz angedeutet. Und: Die neue industrielle Revolution hat längst begonnen.

Eine Folge: Amerikas Unternehmen werden neue Rekordgewinne erzielen. Das Allzeithoch am US-Aktienmarkt ist die logische Konsequenz.

US-Unternehmen fahren Rekordgewinne ein

Eine beeindruckende Zahl: Gut 60 US-Unternehmen dürften im abgelaufenen Quartal mehr als eine Milliarde Dollar Gewinn erzielt haben. Spitzenreiter in dieser Kategorie wird der Ölmulti Exxon mit über 8 Milliarden US-Dollar werden.

An zweiter Stelle wird voraussichtlich der IT-Gigant Apple liegen, der gestern nach Börsenschluss einen Gewinn von knapp 7 Milliarden US-Dollar veröffentlicht hat. Doch nicht nur IT- und Öl-Konzerne in den USA verdienen prächtig.

Verantwortlich dafür sind vor allem die US-Konsumenten. Denn besonders beflügelt wird der Aufschwung durch die große Binnennachfrage (inländischer Konsum).

Leichte Entspannung bei den Staatsschulden

In der vergangenen Woche machte zudem eine Meldung der Ratingagentur Moody´s die Runde.

Moody´s stufte die USA von AAA „negativ“ auf AAA „stabil“ hoch und bestätigte somit nicht nur die aktuelle Top-Bonitätsnote von AAA, sondern machte auch deutlich, dass eine Abstufung nicht mehr geplant ist.

Die Begründung der Ratingagentur war, dass die Schuldenpolitik der US-Regierung auf Kurs sei.

Die Wirtschaft wachse zwar „nur“ moderat, aber immer noch schneller als die Wirtschaftsleistung anderer Länder mit derselben Kreditwürdigkeit wie etwa Deutschland.

Außerdem habe die US-Konjunktur die Drosselung des Ausgabenwachstums der Regierung recht gut verkraftet. Die USA befinden sich also auch diesbezüglich auf einem relativ guten Kurs.

Angesichts der ausufernden Schuldenkrisen in Europa und Japan ist es allerdings auch relativ leicht, im allgemeinen Schulden-Chaos einen leichten Punktsieg zu erringen. Die Staatsverschuldung bleibt auch in den USA ein Risikofaktor.

25. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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