USU Software: Zahlen wie erwartet; Ausblick positiv

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Die Software-Spezialisten von USU Software konnten im vergangenen Jahr weiter wachsen und wollen zukünftig auch beim Gewinn wieder zulegen. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Aktuell befinden wir uns in einer Phase, in der die ersten Unternehmen bereits ihre Zahlen für das 1. Quartal 2019 vorlegen, einige Unternehmen aber auch noch ihre Bilanzen für 2018 präsentieren.  Zu den Unternehmen aus der zweiten Kategorie zählt beispielsweise der Software-Spezialist USU Software.

Das Unternehmen hat kürzlich die Geschäftszahlen für das zurückliegende Jahr vorgelegt und den bereits im Dezember 2018 gegeben (positiven) Ausblick für das laufende Jahr bestätigt. Darüber hinaus hat das USU-Management einen sehr positiven mittelfristigen Ausblick für das Geschäftsjahr 2021 gegeben.

Geschäftszahlen für 2018 im Überblick

USU Software hat im zurückliegenden Jahr den Umsatz um 7,3% auf 90,5 Mio. Euro gesteigert. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem starken Inlandsgeschäft, welches um 9,4% auf 66,2 Mio. Euro zulegte.

Ungeachtet von Auftragsverzögerungen in den USA steigerte USU auf Jahressicht das Auslandsgeschäft um 1,9% gegenüber dem Vorjahr auf 24,2 Mio. Euro. Infolge der überproportional gestiegenen Inlandserlöse sank jedoch der Auslandsanteil am Gesamtumsatz von 28,2% im Vorjahr auf aktuell 26,8%.

Aufgrund der gezielten Auslandsinvestitionen und mit Blick auf die Ausweitung des SaaS-Geschäftes (dabei handelt es sich, vereinfacht gesagt, um Mietsoftware) erwartet der Vorstand, mittelfristig den Auslandsanteil am Gesamtumsatz wieder deutlich über die 30%-Marke auszubauen.

Neben dem Umsatz stieg aber auch die Kostenbasis des Unternehmens. Das liegt vor allem an Investitionen in den Ausbau des Auslandsgeschäfts (zur erfolgreichen Umsetzung der Mittelfristziele) sowie an erhöhten Verwaltungskosten für interne Zukunftsprojekte wie die Zentralisierung der unternehmenseigenen IT.

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Als Folge der bereits angesprochenen Auftragsverschiebungen und zugleich erhöhter Auslandsinvestitionen blieb die Ergebnisentwicklung der USU-Gruppe im Geschäftsjahr 2018 unter der des Vorjahres zurück.

Positive Perspektiven

Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet der USU-Vorstand, den langfristigen Wachstumstrend in Bezug auf den bereinigten operativen Gewinn und den Umsatz fortsetzen zu können. In Summe geht das Unternehmen davon aus, im Geschäftsjahr 2019 wieder deutlich stärker als der Markt zu wachsen.

Ein maßgebliches Indiz für diese Prognose ist der Auftragsbestand, der zum 31. Dezember 2018 im Vorjahresvergleich um 11,6% auf 49,2 Mio. Euro angestiegen ist. Die Planung für 2019 sieht entsprechend vor, den Umsatz auf 98 bis 101 Mio. Euro auszuweiten und das bereinigte EBIT deutlich überproportional auf 7,5 bis 10 Mio. Euro zu steigern.

Zugleich bekräftigt der USU-Vorstand die Mittelfristplanung 2021 von 140 Mio. Euro Umsatz bei einem bereinigten EBIT von 20 Mio. Euro, wobei in dieser Planung auch übernahmebedingtes Wachstum von etwa 15 Mio. Euro berücksichtigt wurde.

Wenn das Unternehmen die selbst gesteckten Ziele erreichen kann, sollten wir zukünftig wieder deutlich höhere Aktienkurse sehen als aktuell.


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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.