USU Software AG: Ein Hidden Champion

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Die schwäbische USU Software AG ist nur in Insiderkreisen bekannt. Dennoch ist der Hersteller von Firmensoftware ein europäischer Marktführer. (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen von einem Hidden Champion aus dem IT-Sektor berichten, über den ich in der Vergangenheit schon einige Male geschrieben habe. Die Rede ist von der USU Software AG aus dem württembergischen Möglingen bei Stuttgart.

Als Hidden Champion werden relativ unbekannte Mittelständler bezeichnet, die in einem Nischensektor eine europäische- bzw. weltweite Marktführerposition einnehmen. Das ist bei der USU Software AG der Fall, denn das Unternehmen ist laut eigenen Angaben Europas größter Anbieter für IT- & Knowledge-Management-Software.

Schwerpunkt des schwäbischen Unternehmens sind Softwarelösungen für Unternehmen, mit der sich sämtliche Serviceprozesse abbilden, steuern und optimieren lassen. Zu den Anwendungsbereichen der USU-Software gehören z. B. der IT-Bereich eines Unternehmens, aber auch das Personalwesen und das Facility- bzw. Gebäude-Management.

Die USU Software AG ist also ein reiner B2B- (Business to Business) – Anbieter, d. h. er verkauft seine Software ausschließlich an Unternehmen und ist daher in der breiten Öffentlichkeit eher nicht bekannt.

Darüber hinaus bietet USU Firmenkunden auch Software und Unterstützung im Bereich der Big Data-Analyse an, mit der z. B. die Vorhersage von Maschinenausfällen oder eine Echtzeit-Analyse des Produktionsprozesses mit Fehlererkennung und Optimierungsvorschlägen möglich ist.

Aktuelle Zahlen und weitere Perspektiven

Die von der USU-Gruppe vor wenigen Tagen veröffentlichten Halbjahreszahlen können vollumfänglich überzeugen: So hat das Software-Unternehmen den Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2020 um 16,1% auf 52,1 Mio. Euro steigern können.

Auch das Halbjahresergebnis 2020 fiel deutlich besser aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres: Nach Zinsen und Steuern lag das Konzernergebnis in den ersten 6 Monaten 2020 bei 3,1 Mio. Euro. Im 1. Halbjahr 2019 hatte USU noch einen Verlust von 1,0 Mio. Euro zu verzeichnen.

Mit einer Eigenkapitalquote von 57,5%, der umfangreichen Konzernliquidität von 19,2 Mio. Euro und keinerlei Bankverbindlichkeiten ist die USU-Gruppe auch in Corona-Zeiten äußerst solide finanziert.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie ist eine zuverlässige und realistische Einschätzung der zukünftigen USU-Geschäftsentwicklung nicht exakt möglich, so das Unternehmen. Dennoch erwartet der Vorstand auch im 2. Halbjahr 2020 ein Umsatzwachstum und ein positives bereinigtes operatives Ergebnis (bereinigtes EBIT).

Hierfür spricht der konzernweite Rekord-Auftragsbestand, der im Berichtsquartal auf 59,5 Mio. Euro angewachsen ist. Mittelfristig rechnet die USU-Gruppe mit einem durchschnittlichen organischen Umsatzwachstum von 10% sowie mit dem Ausbau der operativen Marge auf Basis des Bereinigten EBIT bis 2024 auf 13 bis 15%.

Aufgrund der guten Halbjahreszahlen und der optimistischen Prognose rechne ich für die kommenden Jahre mit weiterhin ansehnlichen Wachstumsraten beim schwäbischen Software-Unternehmen. Bei größeren und vor allem unbegründeten Rücksetzern sollten Sie die USU-Aktie daher auf dem Schirm haben.

infineon

Denken über Big Data hinaus: CFO Arnd Zinnhardt über die Pläne der Software AGArnd Zinnhardt, CFO der Software AG, im Interview zum Umbruch im Unternehmen und wie die digitale Zukunft den Erfolg zurück bringen soll. › mehr lesen


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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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