USU Software: Einstiegs-Chance nach Kurs-Einbruch

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen wieder einen interessanten Nebenwert vorstellen:

Die Aktie der USU Software AG ist nach Vorlage des Quartals-Berichts deutlich unter die Räder gekommen.

Aus meiner Sicht fällt der Kurs-Abschlag allerdings etwas zu heftig aus, was mutigen Anlegern eine Einstiegs-Gelegenheit bietet.

USU Software im Unternehmens-Portrait

Bei USU Software handelt es sich um den größten europäischen Anbieter für IT- und Knowledge-Management-Software.

Der Konzern aus Möglingen (Baden-Württemberg) bietet verschiedene Software für Firmen zur Analyse großer Datenmengen an.

Die Ergebnisse fließen in Wissens-Datenbanken ein und sind jederzeit schnell verfügbar.

Mit diesen maßgeschneiderten Lösungen für die Bewältigung der Datenflut (Big Data) können Unternehmen die Effizienz ihrer Daten-Verarbeitung und -nutzung verbessern.

USU Software unterstützt dabei auch zunehmend die Produktion von Industriekonzernen.

So bietet die Software „USU Industrial Smart Service“ z. B. eine Echtzeit-Analyse des Produktions-Prozesses mit Fehler-Erkennung (incl. Aufdeckung von Hacker-Angriffen) und Optimierungs-Vorschlägen.

Lange Zeit erfolgreiche Aktie

Die guten Perspektiven im Big Data-Markt (Marktforscher prognostizieren bis zum Jahr 2020 einen Anstieg der weltweiten Big Data-Umsätze von 27,3 auf 57,3 Mrd. US-Dollar) spiegelten sich lange Zeit in einer starken Kurs-Entwicklung wider:

Die Aktie von USU Software kletterte innerhalb von 5 Jahren von 7 auf über 30 €. Doch die jüngsten Quartals-Zahlen sorgten für einen heftigen Rückschlag:

Kurs-Einbruch nach Quartals-Bericht

Nach Vorlage des Quartals-Berichts hat die Aktie nun innerhalb weniger Wochen 30% an Wert verloren.

Zwar steigerte USU Software seinen Umsatz im 3. Quartal, wie erwartet, um +15% auf 15,8 Mio. €. Gleichzeitig brach der operative Gewinn aber überraschend deutlich von 5,3 auf 2,4 Mio. € ein.

Als Grund nannte USU Software Umsatz-Verschiebungen und hohe Investitionen in die Auslandsmärkte.

Daher musste der Konzern auch seine Jahres-Prognose für den Gewinn deutlich reduzieren und erwartet jetzt nur noch zwischen 6,0 und 8,0 Mio. € vor Zinsen und Steuern (bisher: 10,0 – 11,5 Mio.).

Das Langfrist-Umsatzziel von 140 Mio. € soll nun statt 2020 erst 2021 erreicht werden.

Anleger-Reaktion scheint übertrieben

Aus meiner Sicht fällt der Kursrückgang von rund 30% übertrieben aus. Natürlich sind die Zahlen ein Rückschritt – der rechtfertigt aber keineswegs einen solch großen Kurs-Abschlag.

An der Wachstums-Story von USU Software hat sich nichts geändert: Big-Data-Analysen werden weiter an Bedeutung gewinnen, die Umsätze dürften weiterhin kontinuierlich steigen.

Da lässt sich auch ein zwischenzeitlicher Gewinn-Rückgang verkraften. Schließlich dienen die höheren Investitionen einem guten Zweck: das Wachstums-Tempo hochzuhalten.

Wenn Sie einen aussichtsreichen Nebenwert mit exzellenter Marktposition, langfristig guten Wachstums-Perspektiven und einer starken Bilanz suchen, ist USU Software auf jeden Fall einen genaueren Blick wert.

7. Dezember 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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