USU Software: Erfolgsgeschichte geht weiter

Die Erfolgsgeschichte des mittelständischen Software-Spezialisten USU Software geht weiter. So fielen die jüngsten Zahlen und Prognosen aus: (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Über den mittelständischen Software-Spezialisten USU Software habe ich Ihnen an dieser Stelle schon einige Male geschrieben.

Heute berichte ich erneut über das Unternehmen, da sich dessen Erfolgsgeschichte weiter fortgesetzt hat.

Die USU-Aktie hat in den vergangenen knapp 10 Monaten um über 60% zugelegt und ein Ende ist vorerst nicht in Sicht.

Denn die Halbjahres-Zahlen und die Prognosen, die der Konzern vor einigen Wochen vorgelegt hat, deuten auf weiteres Wachstum hin.

Bevor ich gleich auf die Zahlen und die Prognosen eingehe, stelle ich Ihnen die Firma und das Geschäftsmodell in einigen wenigen Sätzen vor.

Denn ich gehe davon aus, dass noch nicht jeder von Ihnen die USU Software AG kennt.

Geschichte und Geschäftsmodell der USU Software AG

Die Firma wurde im Jahr 1977 von Udo Strehl als „Udo Strehl Unternehmensberatung“ gegründet.

Aus den 3 Anfangsbuchstaben des ursprünglichen Namens ist später „USU“ geworden.

Udo Strehl ist bis heute Aufsichtsrats-Vorsitzender und Mehrheits-Aktionär der USU Software AG; er hält rund 50% der Anteile.

Die USU-Gruppe ist nach eigenen Angaben der größte europäische Anbieter für IT- und Knowledge-Management-Software.

Zu den Kunden zählen Marktführer aus allen Teilen der Wirtschaft.

Die aktuellen Zahlen in der Übersicht

Im 1. Halbjahr 2017 hat die USU Software AG erwartungsgemäß einen neuen Umsatz-Rekord auf Halbjahres-Basis erzielt.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 14,2% auf 38,87 Mio. €.

Zu diesem Wachstum trugen auch die beiden in diesem Jahr übernommenen Gesellschaften unitB technology GmbH (erworben im Januar 2017) und Easytrust SAS (erworben im Mai 2017) bei.

Die eine Hälfte des Umsatz-Wachstums entfällt auf die beiden neuen USU-Töchter und die andere Hälfte des Wachstums ist organisch.

Das Ergebnis war im 1. Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahres-Zeitraum rückläufig.

Das liegt u. a. daran, dass im Zusammenhang mit den beiden in diesem Jahr getätigten Übernahmen Einmal-Aufwendungen angefallen sind.

Darüber hinaus hat USU die Vertriebs-Bemühungen für das internationale Wachstum intensiviert, wodurch die Marketing- und Vertriebs-Kosten um 35,3% überproportional zugelegt haben.

Eigene Prognosen bestätigt

Die eigenen Prognosen für das Gesamtjahr – ein Umsatz zwischen 81 und 91 Mio. € und ein bereinigter operativer Gewinn (bereinigtes EBIT) zwischen 10 und 11,5 Mio. € – bestätigte das USU-Management im Rahmen der Vorlage der Halbjahres-Zahlen.

Wenn Sie bei der USU Software AG bereits investiert sind, spricht aktuell vieles dafür, dass Sie dies auch bleiben sollten.

Wenn Sie sich für die Aktie interessieren und bislang noch nicht investiert sind, bietet es sich aus meiner Sicht an, auf einen Rücksetzer zu warten.

Denn die USU-Aktie steigt zwar seit Jahren und wird dies wohl auch weiter tun – jedoch teils unter größeren Schwankungen.

Rückblickend bot jeder etwas größere Rücksetzer allerdings eine hervorragende Einstiegs-Chance.

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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.