USU Software: Operativ wieder alles im Lot

Mittelständischer Software-Spezialist USU Software nach gutem Auftaktquartal 2018 operativ wieder komplett in der Spur. (Foto: gopixa)

Die Aktie der USU Software AG war nach einer überraschenden Gewinnwarnung im Herbst 2017 unter Druck geraten. Seither hat sich die Aktie gut erholt, und bei USU ist auch operativ wieder alles im Lot.

Konkret: Mitte November musste USU überraschend die eigene Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2017 kürzen. Ein wesentlicher Grund dafür waren die Kosten für das Auslandswachstum. Die USU-Aktie rutschte daraufhin bis auf rund 21 Euro ab.

In der Folge konnte sich die Aktie jedoch erholen und kletterte wieder auf über 27 Euro. Dann geriet die USU-Aktie in diesem Jahr in einem schwachen Gesamtmarkt erneut etwas deutlicher unter Druck und sackte wieder auf rund 21 Euro ab. In der Folge kam es erneut zu einer größeren Erholung und die USU-Aktie kletterte auf über 27 Euro.

Ein wichtiger Grund: Das Unternehmen legte überzeugende Zahlen für das 1. Quartal des laufenden Jahres vor (mehr dazu gleich). Aktuell notiert das Papier bei rund 25 Euro. Der jüngste, kleinere Rückgang ist abermals einem schwächeren Gesamtmarkt geschuldet. In den vergangenen Tagen hat es jedoch andere Technologiewerte deutlich härter erwischt.

Wie die jüngsten Quartalszahlen ausgefallen sind und wie es bei USU weitergeht, erfahren Sie gleich. Zunächst noch einige wenige Sätze zum Geschäftsmodell von USU.

Das Geschäftsmodell der USU Software AG

Bei USU Software handelt es sich um den größten europäischen Anbieter für IT- und Knowledge-Management-Software. Der in Möglingen ansässige und familiengeführte Mittelständler bietet verschiedene Software für Firmen zur Analyse großer Datenmengen an.

Die Ergebnisse fließen in Wissens-Datenbanken ein und sind jederzeit schnell verfügbar.

Mit diesen maßgeschneiderten Lösungen für die Bewältigung der Datenflut (Big Data) können Unternehmen die Effizienz ihrer Daten-Verarbeitung und -nutzung verbessern.

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USU Software unterstützt dabei auch zunehmend die Produktion von Industriekonzernen.

So bietet die Software „USU Industrial Smart Service“ z. B. eine Echtzeit-Analyse des Produktions-Prozesses mit Fehler-Erkennung (inklusive Aufdeckung von Hacker-Angriffen) und Optimierungs-Vorschlägen.

Aktuelle Zahlen und weitere Perspektiven

Die USU Software AG hat einen starken Auftakt in das Geschäftsjahr 2018 hingelegt. Der Software-Spezialist hat den Umsatz in den Monaten Januar bis März dieses Jahres um 11,2% auf 21,01 Mio. Euro gesteigert.

Besonders erfreulich ist auch, dass in den ersten 3 Monaten dieses Jahres das Auslandsgeschäft, das zum Ende des vergangenen Jahres etwas schwächelte, um satte 37,6% zulegen konnte. Die Internationalisierungsstrategie von USU, die im vergangenen Jahr höhere Investitionen mit sich brachte, beginnt nun also Früchte zu tragen.

Infolge der deutlichen Umsatzsteigerung im 1. Quartal dieses Jahres steigerte USU auch den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sehr deutlich um 37,1% auf 1,09 Mio. Euro.

Der operative Gewinn (EBIT) stieg sogar um 175,5% auf 0,4 Mio. Euro und das Nettoergebnis verbesserte sich von -0,1 Mio. Euro im Vorjahr auf +0,5 Mio. Euro. Auch die um übernahmebedingte Sonderfaktoren bereinigten Ergebniskennzahlen legten deutlich zu.

Für das Gesamtjahr 2018 rechnet der Vorstand der USU Software AG mit einer Fortsetzung des Wachstums. Ein positives Indiz hierfür ist unter anderem der hohe Auftragsbestand, der zum Ende des 1. Quartals 2018 gegenüber dem Ende des 1. Quartals 2017 um 7,8% auf 46,1 Mio. Euro ausgebaut werden konnte.

Damit lässt sich aus meiner Sicht sagen, dass operativ wieder alles im Lot ist. Das bedeutet, dass die USU-Aktie ausgehend vom aktuellen Kursniveau weiteres Potenzial haben sollte.


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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.