Value-Analyse BAT: Tabakgigant auf Wachstumskurs

British American Tobacco (BAT) ist nach Phillip Morris International der zweitgrößte börsengelistete Zigarettenkonzern weltweit. Das Unternehmen ist mit rund 61.000 Mitarbeitern in 180 Ländern vertreten und nimmt in über 50 Ländern eine führende Marktstellung ein. Das Portfolio umfasst über 250 Marken, darunter Dunhill, Kent, Lucky Strike, HB, Lord, Prince, Pall Mall, Winfield, Javaanse Jongens und Schwarzer Krauser. Die Aktien der Gesellschaft werden vornehmlich in London gehandelt, wo BAT seinen Firmensitz hat. Liquidester Handelsplatz in Deutschland ist Frankfurt.

BAT schlägt den Markt immer und immer wieder

BAT vs. FTSE 100

BAT präsentiert sich in Bestform

Nach drei Jahren ununterbrochenem Wachstums bei Umsatz, Gewinn und freiem Cashflow präsentierte sich BAT im abgelaufenen Jahr einmal mehr in Bestform. Preisanhebungen, Akquisitionen und hohe Wachstumsraten in Schwellenländern ließen den Umsatz in Lokalwährungen um 10% ansteigen.

Darüber hinaus trug das schwache britische Pfund zu einem Anstieg der Erlöse um 20% auf rund 40,7 Mrd £ bei. Der Konzerngewinn erreichte mit knapp 3 Mrd £ (+11%) einen neuen Bestwert und auch der Cashflow war mit rund 3,9 Mrd £ (+10%) so hoch wie noch nie zuvor.

Starke Positionierung in Ländern mit geringen Restriktionen …

Die Zahlen setzen ein Ausrufezeichen hinter die Wachstumsstrategie von BAT. Der Konzern erzielt über die Hälfte der Umsätze in Ländern, die weiteres Wachstum versprechen. Damit ist BAT weniger stark von regulatorischen Eingriffen und sinkenden Raucherzahlen in Westeuropa und USA betroffen.

2009 konnten die Absatzzahlen entgegen dem Branchentrend gesteigert werden. Der steigende Wohlstand in Schwellenländern führt zudem dazu, dass immer mehr Kunden auf hochpreisige Marken umsteigen, während in den Industrienationen vor allem Billigmarken gefragt sind.

… Topmarken und Akquisitionen trimmen BAT auf Wachstum

Das Tabakgeschäft hat sich erneut als krisenresistent erwiesen. Topmarken wie Dunhill, Kent, Lucky Strike, Prince und Pall Mall lassen sich auch in schlechten Zeiten gut verkaufen.

Ein weiterer Pluspunkt ist die hohe Bindung der Raucher an eine Marke, was sie wenig preissensibel macht. Dadurch hat BAT die Möglichkeit, den Gewinn durch Preiserhöhungen zu steigern.

Zur Wachstumsstrategie von BAT gehören auch Akquisitionen. Beispielhaft dafür ist der Kauf von Bentoel in 2009. Damit konnte die Marktposition in Indonesien, dem weltweit viertgrößten Zigarettenmarkt, entscheidend ausgebaut werden.

Geschäftsmodell auf dem Prüfstand

Trotz staatlich verordneter Warnhinweise auf Zigarettenpackungen, Werbebeschränkungen und Rauchverboten an öffentlichen Plätzen ist es BAT immer wieder gelungen, in neue Märkte vorzudringen und Umsatz und Gewinn zu steigern. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Tabak ist derzeit zwar rückläufig.

Zudem sinkt der prozentuale Anteil der Raucher an der Bevölkerung. Auf der anderen Seite wird jedoch erwartet, dass die Zahl der über 20-jährigen in den kommenden 10 Jahren um 11% zunimmt, was die Absatzeinbußen wieder wettmacht.

Da sich BAT auf Schwellenländer fokussiert, können die Absatzzahlen sogar gesteigert werden. Gepaart mit der Preismacht und strategischen Zukäufen wird dies zu einem weiteren Wachstum des Konzerns beitragen.

Finanziell gut aufgestellt und hochrentabel

BAT erwirtschaftet über 3 Mrd £ freien Cashflow pro Jahr und verdient operativ mehr als 8 Mal so viel, wie es für den Schuldendienst leisten muss. Das Geschäftsmodell ist mit Eigenkapitalrenditen von 30 bis 40% hochrentabel. In den letzten 10 Jahren ist der Gewinn je Aktie um durchschnittlich 18% pro Jahr gestiegen.

Auf 3-Jahressicht ist der Gewinn je Aktie um 14% pro Jahr gestiegen. Auf 5-Jahressicht errechnet sich ein etwas schwächeres Gewinnwachstum, da 2004 von einem Sonderertrag aus Beteiligungsverkäufen geprägt war.

In den kommenden Jahren wird BAT voraussichtlich wieder beim Wachstum zulegen. Dabei wird der Gewinn pro Aktie aufgrund von Aktienrückkäufen stärker als der Konzerngewinn steigen.

Weitere 41% Kurspotenzial

In der vergangenen Dekade hat BAT in jedem Jahr einen hohen Cashflow erzielt. Der freie, nicht für Sachinvestitionen benötigte Cashflow ist in diesem Zeitraum um durchschnittlich 11% pro Jahr gestiegen, was auch unserer langfristigen Schätzung entspricht.

Wir kommen damit auf einen aktuellen wahren Wert von rund 36 € pro Aktie. Damit hat BAT noch 41% Luft nach oben.

Langfristige Prognose: Bis zu 19% Rendite pro Jahr

Neben zweistelligen Zuwächsen beim Ergebnis je Aktie überzeugt BAT auch als verlässlicher Dividendenzahler. 2010 erwarten wir eine Dividendenrendite von 4,7%.

Auf Basis konservativer Annahmen, dass der Gewinn je Aktie um 14% pro Jahr wächst und das KGV den aktuellen Wert von 13 nicht übersteigt, liegt die erwartete Gesamtrendite inkl. Dividenden bei 14 bis 19% pro Jahr.

Vor diesem Hintergrund empfehlen wir Ihnen die Aktie zum Kauf.

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9. Juni 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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