Vergessen Sie die Snap-Aktie – hier kommen die wahren Gewinner

Die Muttergesellschaft der Nachrichten-App Snapchat gabt ihre Aktien zum Debüt an der New Yorker Börse zu einem Stückpreis von 17 Dollar aus.

Zuerst gib es fast 40% nach oben, doch schon wenige Tage nach dem Börsendebüt trat die Aktie den Rückwärtsgang an.

Weitere Tiefstkurse sind in Sicht. Ich raten Ihnen: Finger weg von der Snap-Aktie!

Richten Sie Ihren Blick viel lieber auf die beiden Internet-Giganten, die Jahr für Jahr mehr Geld verdienen:

Alphabet (Google) hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr hervorragend entwickelt

Der starke Wachstumskurs konnte unverändert fortgesetzt werden und der Umsatz erneut gesteigert werden. Der Medien-Gigant hat über 1/5 mehr verdient als noch im Vorjahr.

Der Umsatz stieg auf 90,2 Mrd. $. Bald könnte die sensationelle Marke von 100 Mrd. $ geknackt werden.

Der Gewinn verbesserte sich dabei um 23,1% auf rund 19,5 Mrd. $. Damit hat Alphabet die Konkurrenz vollends hinter sich gelassen.

Kein anderer Konzern kann mit Alphabet mithalten

Auch wenn der Konzern immer mehr in Start-up-Unternehmen investiert, bleibt die Kernkompetenz die Suchmaschine Google.

Die hier generierten Werbe-Einnahmen sind unerlässlich für den Erfolg des gesamten Konzerns. Sie dienen als Grundkapital, um risikoreichere Geschäfte durchzuführen.

Zentrale Themen der nächsten Jahre werden Virtual Reality und selbstfahrende Autos sein. In beiden Projekten ist Alphabet bereits stark investiert.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind biometrische Daten:

In Indien läuft gerade ein Pilot-Projekt, bei dem Bankdaten mit biometrischen Daten abgeglichen werden sollen. Diese neue Sicherheits-Technik gilt schon jetzt als revolutionär.

Auch wenn Datenschützer sehr skeptisch sind, muss man Alphabet eins lassen: Der Konzern ist der Innovationsführer der Welt und hat genügend Kapital, um neue Projekte umzusetzen.

Unternehmens-Porträt

Alphabet (Google) mit Sitz in Mountain View, USA, wurde am 7. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet.

Alphabets Anspruch besteht darin, Informationen zu organisieren und weltweit verfügbar zu machen.

Dafür betreibt der Konzern mit einem Marktanteil von rund 82% die weltweit führende Internet-Suchmaschine.

Der Eintritt in neue Märkte (Google Mobile, Software-Plattform Android, Chrome) rundet die Unternehmens-Strategie ab.

Facebook hat für das abgelaufene Geschäftsjahr hervorragende Zahlen präsentiert

Der Umsatz stieg um 54,2% auf 27,6 Mrd. $. In dieser Größenordnung bleibt Facebook einer der stärksten Wachstumswerte der Welt.

Doch der Internetriese setzt nicht nur auf Wachstum, sondern auch auf Nachhaltigkeit. Trotz des starken Wachstums hat sich der Gewinn fast verdreifacht.

Unterm Strich erwirtschaftete Facebook rund 10,2 Mrd. $ – ein beeindruckendes Ergebnis!

Wirft man einen Blick auf die Bilanz, zeigt sich, wie stark Facebook wirklich ist. Bei einer Bilanzsumme von fast 65 Mrd. $ beträgt die Eigenkapitalquote sensationelle 91,1%.

Bei Wachstumswerten – gerade im Internet – ist man eher eine geringe Eigenkapitalquote gewöhnt, da Fremdkapital dringend gebraucht wird, um den Wachstumskurs zu befeuern.

Bei Facebook ist alles anders

Der Konzern hat praktisch eine Monopol-Stellung und deshalb auf dem Markt freie Hand. Dieser Wettbewerbs-Vorteil zeigt sich auch in der Bilanz.

Facebook hat genügend freie Mittel, um selbst kurzfristig große Unternehmen aufzukaufen.

Beim Umlauf-Vermögen stehen rund 9Mrd. $ an liquiden Mitteln und 20,5 Mrd. $, die in kurzfristige Wertpapiere investiert sind, Verbindlichkeiten in Höhe von nur 2,9 Mrd. $ gegenüber.

Sobald sich ein attraktiver Übernahme-Kandidat zeigt, wird Facebook zuschlagen.

Bis dahin muss sich der Konzern mit einigen Rechtsstreitigkeiten auseinandersetzen, wird aber langfristig weiter Erfolg haben.

Unternehmens-Porträt

Facebook wurde 2004 als erstes soziales Netzwerk gegründet und sollte anfangs nur die Studenten der Harvard University vernetzen. Mittlerweile sind über 1 Mrd. Nutzer registriert.

Facebook finanziert sich ausschließlich über Werbe-Einnahmen und Bezahldienste. Mittlerweile gehört Facebook zu den meist besuchten Websites weltweit.

Mit den Übernahmen von WhatsApp und dem Fotodienst Instagram wurde das eigene Produkt-Portfolio ordentlich aufgewertet.

21. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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