Verheerende Zeiten für den Euro und die EU

Hier erfahren Sie, wie und warum es einst zu einer Europäisierung der D-Mark kam. Und wer davon profitierte und wer nicht. (Foto: Khongtham/ shutterstock.com)

Wie lange gibt es die Europäische Union und die Gemeinschaftswährung des Euro noch?

Das sind Fragen, die wir jetzt diskutieren müssen, auch wenn Eurokraten und EU-Fetischisten davon nichts wissen wollen. Doch Sie sehen es ja selbst, dass es überall Streit gibt: Wegen der Asylkrise, der Euro- und EU-Politik.

Dabei ignorieren Politiker von Helsinki bis Lissabon den Willen des Volkes. Immer mehr wenden sich von Brüssel ab.

Wollen kein Diktat mehr, sondern nationale Entscheidungswalt in den Parlamenten, die immer weiter eingeschränkt wird.

Sie sind der Dumme

Wir haben Ihnen bereits aufgezeigt, mit welchen perfiden Methoden Kritiker mundtot gemacht werden.

So gibt es auch wieder eine neue, alte Diskussion um den Euro. Viele bezeichnen die Gemeinschaftswährung längst schon als die verhängnisvollste Fehlleistung politischer Eliten der letzten 30 Jahre.

Denn der Tanz um den Euro-Fetisch geht zu Lasten Ihres Vermögens, Ihrer Altersvorsorge. Schauen Sie doch nur mal, was aufgrund der katastrophalen Zinspolitik aus Ihrem Guthaben geworden ist.

Das wissen die Politiker natürlich auch, deshalb scheuen sie Volksabstimmungen wie der Teufel das Weihwasser.

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Die Deutschen haben bei der Euroeinführung nicht richtig hingeschaut

Während jegliche Kritik am Euro also politisch und auch medial ausgeblendet wird, kommen dennoch immer mehr Bedenken gegen seine damalige Einführung auf.

„Als der Vertrag von Maastricht 1992 unterzeichnet wurde, hatte die EU zwölf Mitgliedsstaaten“, sagte einst Helmut Schmidt. „Und diese zwölf haben den Fehler gemacht, jedermann in Europa zum Beitritt einzuladen, auch zur gemeinsamen Währung.“

Und weiter: „Die Deutschen haben nicht richtig hingeschaut. Sie waren beschäftigt mit der Wiedervereinigung.“

Die Europäisierung der D-Mark

Der Historiker und Kohl-Biograf Hans-Peter Schwarz gibt auch Politikern wie Mitterrand, Delors, Chirac und den Regierungen der damaligen Weichwährungsländer Mitschuld an der Einführung der Gemeinschaftswährung.

Sie hätten den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl auf den Weg gedrängt und ihn dafür gebauchpinselt. Mehr noch: „Sie verlangten nur nach einer Europäisierung der D-Mark.“

Die Aufgabe der D-Mark als Preis für die deutsche Wiedervereinigung

Konkreter wird der ehemalige Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Heinrich Weiss: „Bereits vor Abschluss des Maastricht-Vertrages habe ich auf die Gefahren einer verfrühten Gemeinschaftswährung hingewiesen.“

Und weiter:

„Als ich 1991 als BDI-Präsident mit meinem französischen Kollegen das Thema besprach, wies dieser mich in aller Offenheit darauf hin, dass Deutschland hier den Preis für die französische Zustimmung zur Wiedervereinigung zu bezahlen habe: ‚Wir möchten die Deutschen langfristig an der Finanzierung der riesigen ungedeckten Pensionslasten im französischen Staatshaushalt beteiligen.’ Also verspätete Reparationszahlungen?“


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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.