Verkehrschaos? Für Init kein Problem

Das größte Marktwachstum wird in den kommenden Jahren in Asien erwartet.

Hier wächst die Bevölkerung, und gleichzeitig ziehen immer mehr Menschen in die Stadt. Allein in China leben jetzt schon 730 Mio. Menschen in den Städten.

Die Zahl soll bereits in 5 Jahren auf über 1 Mrd. steigen. Drei der 10 größten Städte der Welt befinden sich heute schon in China: Peking, Shanghai und Guangzhou.

Von den weltweit 30 größten Metropolen mit mindestens 10 Mio. Einwohnern liegen 14 in Asien. Einerseits bringt die Verstädterung Wohlstand mit sich, andererseits stellt sie die Megastädte vor enorme Herausforderungen.

Die größten Probleme bereiten Luftverschmutzung und Staus. Und genau hier setzen die Lösungen von Init an.

Asienfantasie

Noch ist Init schwerpunktmäßig in Nordamerika und Europa aktiv. Die USA und Kanada steuerten im 1. Quartal gut die Hälfte zum Umsatz bei. Hier befinden sich auch 5 der 17 Tochtergesellschaften.

Ein weiterer wichtiger Standort ist Dubai. In Asien ist Init derzeit noch unterrepräsentiert. Doch das soll sich ändern. Ein erstes Pilotprojekt läuft. Asien wird für Init eine der wichtigsten Wachstumsregionen.

Kräftiges Umsatz- und Ergebnisplus

Init ist gut in das Jahr 2015 gestartet. Der Umsatz stieg im 1. Quartal um 23,8% auf 23,6 Mio. €, das Bruttoergebnis mit 35% sogar noch stärker. Damit wurde die Planung deutlich übertroffen.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vervierfachte sich nahezu auf 1,2 Mio. €, ebenso der Gewinn pro Aktie von 0,02 auf 0,08 €.

Der Cashflow vervielfachte sich auf 3,3 Mio. € und ist eine wichtige Voraussetzung für die Finanzierung der künftigen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau des Geschäftsmodells.

Neuer Großauftrag

Init wird in Bremen das Ticketingsystem modernisieren. Für die 105 Mio. Fahrgäste soll das Lösen eines Fahrscheins bequemer werden, gleichzeitig können die Verkehrsbetriebe damit die Effizienz ihrer Abrechnungssysteme erhöhen.

Bis Ende 2017 werden dazu über 330 Fahrzeuge, 3 Kundencenter, 150 Vorverkaufs-Stellen und die größeren Bus- und Straßenbahn-Haltestellen mit elektronischen Druckern, einem Einstiegskontrollsystem, einem neuen Kassensystem für die Kundencenter und mobilen und stationären Automaten ausgestattet.

Das Projekt hat ein Volumen von mehreren Millionen €. Mit der Installation der dafür notwendigen Gerätetechnik soll bereits ab Herbst 2015 begonnen werden.

Beste Aussichten und …

Der gute Jahresauftakt veranlasste das Management jedoch nicht, von der bisherigen Prognose für 2015 abzurücken. Geplant ist ein Umsatz zwischen 104 und 110 Mio. € bei nahezu unveränderter Marge.

Dies bedeutet wieder ein EBIT in der Spanne zwischen 17 und 19 Mio. €. Gemessen an den Ergebnissen des 1. Quartals müsste die Prognose optimistischer ausfallen.

Zudem belief sich der Auftragsbestand auf mehr als 127 Mio. €. Damit ist der geplante Umsatz für 2015 größtenteils gesichert.

Das Management ist bei seinen Prognosen vorsichtig, denn 90% der Kunden sind öffentliche oder öffentlich geförderte Verkehrsbetriebe. Ausschreibungen finden also nur dann statt, wenn auch Geld dafür da ist.

… erfüllt 8 Small-Cap-Kriterien

Abgesehen von den ausgezeichneten fundamentalen Fakten und einer kerngesunden Bilanz besticht das Unternehmen außerdem mit einer attraktiven Dividende. Für 2015 rechnen wir mit 90 Cent je Aktie.

Das entspricht einer Dividendenrendite von 3,5%, die in der IT-Branche ungewöhnlich hoch ist.

In 2014 stagnierte der Gewinn und mit ihm der Aktienkurs. 2015 sollten Gewinn und Kurs wieder anziehen. Die Trendwende ist seit Juni bereits eingeleitet.

4. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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