Vermietersein wird immer leichter! – Teil I

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Bestimmt haben Sie auch einige Personen im Verwandten- und Freundeskreis, die Ihnen vom Vermieterdasein abraten. Derweil ist es leichter denn je! (Foto: karamysh / Shutterstock.com)

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Kennen Sie das? Sie möchten sich mit jemandem aus Ihrem Umfeld über Immobilien austauschen und plötzlich rät Ihnen jeder ab. Personen, die sich sonst nirgends einig werden, gehen erstaunlicherweise hier miteinander konform: Immobilien sind nichts für Sie und würden nur Ihren finanziellen Untergang bedeuten!

Immer die gleichen Vorurteile

Die Gründe sind dabei grundsätzlich schon verschieden, aber doch hören wir immer wieder die gleichen. Messies und Mietnomaden zerstören Ihr Eigentum und prellen die Miete, irgendwann werden Sie langanhaltenden Leerstand haben, Zinsen werden explodieren und überhaupt können Sie vielleicht irgendwann die Finanzierung nicht mehr bedienen.

Das Interessante an der ganzen Sache ist ja, dass sich die Risiken eines Vermieters in den letzten Jahrzehnten praktisch nicht geändert haben. Und auf den Kern runtergebrochen geht es nur darum, jemanden zu finden, der auf die eigene Wohnung aufpasst und stets bezahlt. Genau darum geht es in diesem Beitrag. Und es sollte ja eigentlich nicht so schwer sein, einen geeigneten Mieter zu finden.

Was hat sich im Laufe der Zeit geändert?

Durch das Internet hat sich die Vermietung grundlegend vereinfacht. Wer vor 20 Jahren selbst vermieten wollte, hat in der Tageszeitung inseriert und sich an den dortigen Preisen orientiert. Heutzutage lassen sich Immobilien im Internet inserieren und vergleichen.

Die Preisfindung ist leichter, durch ausführliche Beschreibungen und Bilder kommen auch (fast) nur Interessenten zur Besichtigung, die auch mieten wollen würden. Und es finden sich auch Interessenten, die auf die örtliche Tagespresse noch keinen Zugriff hätten, beispielsweise weil der Zuzug erst in einem Vierteljahr ansteht.

Die Prüfung des Mietinteressenten ist dabei einfacher geworden:

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Schlüsselfragen 2 - Der abgebrochene SchlüsselMuss ein Mieter dem Vermieter bzw. Verwalter den entstandenen Schaden ersetzen, wenn ein Schlüssel abbricht? Ist es eigentlich immer Schuld des Mieters, wenn der Schlüssel abbricht? Kostenerstattung? Abgebrochene Schlüssel sind… › mehr lesen

  • Personalausweis
  • Selbstauskunft
  • 3 Lohnbescheinigungen
  • Vorvermieterauskunft
  • Schufa-Auskunft

Wer diese Dokumente vorlegt und zusätzlich bereit ist, eine Kaution zu hinterlegen, ist in der Regel ein guter Kandidat. Vorausgesetzt, der Inhalt der Dokumente entspricht Ihren Ansprüchen. Aber selbst hier hört die Prüfung noch nicht auf. Sie können jeden Interessenten googeln und dadurch und in den sozialen Netzwerken oftmals auch noch weiche Faktoren (wie bspw. den Lieblingsfußballverein, Freizeitaktivitäten etc.) herausfinden.

Manche Portale und Dienste bieten auch geprüfte Profile von Interessenten, so dass die gegenseitige Findung von Vermieter und Mieter noch schneller und sicherer vonstattengehen kann.

Fazit

Warum aber hält sich dann die Mär von Messies und Mietnomaden, Vandalen und Betrügern? Ganz einfach: Es liegt zum größten Teil an uns Vermietern. Lasche Mieterprüfung, Vermietung ohne möglichst viel Aufwand und Zeiteinsatz, ohne Experten wie Makler oder Hausverwalter  – und schon haben Sie sich ein faules Ei in Ihr Nest geholt. Und die Rechnung geht dann zweimal nicht auf. Denn nun benötigt es erst recht viel Aufwand, Zeit und meist auch Geld um den Schaden wieder zu beheben bzw. den Mieter aus der Wohnung zu bekommen.

Wenn Sie es aber richtig anstellen und die Mieterprüfung mit den aktuellen Möglichkeiten durchführen, haben Sie beste Chancen, einen hervorragenden Mieter zu bekommen. Es ist im Gegensatz zu früher mittlerweile so einfach.

Lesen Sie in der nächsten Woche, warum uns auch steigende Zinsen und die langfristige Bedienung der Finanzierung in aller Regel keine Probleme bereiten sollten.


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Von: Christian Marchner. Über den Autor

Christian Marchners Start in den Immobilienmarkt liegt nun fast 10 Jahre zurück. Heute konzentriert er sich vor allem auf Wachstumsmärkte. Dort setzt er vor allem auf eine langfristig positive Entwicklung in Bezug auf Miet- und Kaufpreise.

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