Verschnaufpause für den Dax

Nach der turbulenten Achterbahnfahrt der Vorwochen und der rasanten Aufholjagd zu Beginn der laufenden Handelswoche hat sich der Dax am Mittwoch eine Verschnaufpause gegönnt.

Nach mehrmals wechselnden Vorzeichen ging der Leitindex unterm Strich kaum verändert mit 11.848 Zählern aus dem Handel und damit nur minimal schwächer als am Dienstag.

US-Leitzins vorerst unverändert

Viele Anleger strichen kurzfristige Gewinne ein und gingen damit auf Nummer sicher im Vorfeld der anstehenden Fed-Sitzungsprotokolle. Aus diesen geht hervor, dass die Zinswende wohl noch etwas auf sich warten lässt.

Angesichts der zuletzt wieder schwächeren Konjunkturdaten wird eine Anhebung des Leitzinses im Juni als „unwahrscheinlich“ erachtet. Beobachter rechnen nun im Spätsommer oder Herbst mit der Zinswende.

Eon profitiert von Analystenkommentar

Bei den Dax-Werten hielten sich Gewinner und Verlierer die Waage. Besonders gefragt waren die Energieriesen. Eon profitierte von einem positiven Analystenkommentar und eroberte mit einem Aufschlag von 1,4 Prozent die Dax-Spitze, gefolgt vom Konkurrenten RWE, der sich mit einem Plus von 0,8 Prozent Rang zwei im Index sicherte.

Als einziger Automobilwert konnte sich Daimler in der Gewinnzone behaupten. Die Aktie der Stuttgarter stieg um 0,4 Prozent, während die Anteilsscheine von Volkswagen, Continental und BMW um 0,3 bis 0,7 Prozent nachgaben.

Die rote Laterne ging an Fresenius Medical Care, die Aktie wurde mit Dividendenabschlag gehandelt und schloss daher 1,8 Prozent leichter.

Deutsche Bank: heute Hauptversammlung

Für den heutigen Donnerstag steht eine ganze Reihe von Hauptversammlungen auf dem Programm. Für Aufsehen sorgt dabei insbesondere die Deutsche Bank, die mit Top-Managern auf der Anklagebank, dem Verlust des Privatkundenvorstands und der geplanten Abspaltung der Postbank für viel Zündstoff sorgt und sich wohl auf einige unangenehme Nachfragen gefasst machen muss.

Die Aktie der Deutschen Bank schloss am Tag vor der Hauptversammlung 0,2 Prozent fester. Commerzbank-Papiere verteuerten sich um 0,1 Prozent.

21. Mai 2015

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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