Viele Aktien sind hoch bewertet – aber nicht in diesem Sektor

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Viele Aktie sind hoch bewertet. Doch gerade im Rohstoff-Sektor gibt es noch viele Werte mit niedrigen Bewertungen. (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Der Blick auf die Bewertungen an den Aktienmärkten zeigt eins ganz deutlich:  Im langjährigen Vergleich sind vor allem die Aktien in den Vereinigten Staaten auf einem sehr hohen Bewertungsniveau angekommen – trotz der immer noch laufenden Corona-Krise.

Sicherlich werden an der Börse die Zukunftsaussichten gehandelt und die sehen in vielen Sektoren gar nicht so schlecht aus. Dennoch sind viele Investoren heute auch einfach bereit, höhere Bewertungen bei Aktien in Kauf zu nehmen – einfach weil es an attraktiven Alternativen fehlt.

Das erinnert mich auch ein wenig an den Immobilienmarkt. Dort steigen die Preise auch einfach immer weiter du die Bewertungen sind vor allem in vielen deutschen Großstädten komplett aus dem Ruder gelaufen. Dennoch ist die Nachfrage weiter hoch und eine massive Trendwende ist nu wirklich nicht in Sicht.

Ähnlich sieht es bei Aktien aus und doch gibt es hier einen massiven Unterschied, den Ihnen mein Kollege Oliver Groß, der Chefredakteur des Börsendienstes „Der Rohstoff-Anleger“ etwas näher vorstellen wird.

Aktienbewertung in den USA auf dem höchsten Stand seit 20 Jahren

„Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGVs) am Aktien-Leitmarkt in den USA haben in 2020 den höchsten Stand seit Anfang des Jahrtausends erreicht. Das wirft die Frage auf, ob die Aktienmärkte nicht massiv überbewertet sind. Doch das Umfeld vor 20 Jahren war ein ganz anderes. Damals ver­dienten die größten US-Techkonzerne bspw. noch kaum Geld und es gab noch mehrere Prozent Zinsen am Anleihe- und Geldmarkt!

Heute erscheint die Aktie alleine deswegen als alternativlos. Zudem kommt die ultra-expansive Geldpolitik, welche die Geldentwertung beschleunigt und liquiditätsgetriebene Anlageklassen wie den Aktienmarkt kräftig befeuert. Daher sollten Anleger den KGVs alleine keine allzu große Bedeutung schenken. Die Geldpolitik, das Zinsumfeld und die wirtschaft­lichen Aussichten sind wesentlich wichtiger – und alle 3 bleiben positiv.

So gilt: In diesem Umfeld führt kein Weg an harten Sachwerten inkl. Aktien und Gold vorbei! Diese Anlageklassen werden weiter stark profitieren.

Die Analysten von Incrementum (Herausgeber des bekannten „In Gold We Trust“-Reports) haben zuletzt die relative Performance von Gold gegenüber dem Aktienmarkt in 2020 genauer unter die Lupe genommen. Gold schlägt sich hier besonders gut. In Deutschland bspw. hat der DAX seit Jahresanfang mehr als 5% verloren, während sich das gelbe Metall in Euro seit Jahresstart um über 18% verteuert hat. Hier sehen Sie erneut: Gold darf in Ihrer Vermögensanlage keinesfalls fehlen!“

Soweit Oliver Groß mit seiner Einschätzung zu den Aktienbewertungen. Welche Sektoren er im Rohstoff-Bereich für besonders ausichstreich hält, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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