Viele Unternehmen melden schwache Zahlen – das wird so weitergehen

Fast täglich erschüttern Gewinnwarnungen die Börsen. Das ist meiner Einschätzung erst der Anfang für die nächste große Korrektur an den Börsen. (Foto: FabrikaSimf / shutterstock.com)

Die Verunsicherung an den Börsen wird immer größer: Je mehr Unternehmen ihre Daten zum 3. Quartal vorlegen, desto klarer wird auch, wie schwierig die Lage für viele Firmen mittlerweile ist. Etliche Unternehmen haben die Börsen mit Gewinnwarnungen regelrecht geschockt.

In der vergangenen Woche legte der Autozulieferer Leoni eine deutliche Kürzung der Prognosen vor – in der Spitze sackte die Aktie um ein Drittel ab. Die Liste der Unternehmen mit negativen Überraschungen wird nahezu jeden Tag länger.

Erst heute beispielsweise haben die beiden SDAX-Werte Biotest und Tele Columbus zunächst die Investoren böse überrascht und dann sind die Aktienkurse in den Keller gerauscht.

Bei Gesprächen mit Investoren, fällt mir zudem immer wieder auf: Viele Anleger haben Sorge vor dem nächsten großen Crash. Respekt vor einem solchen Crash, der ja wie Sie wissen meiner Meinung nach nicht zu verhindern ist, halte ich erst einmal für positiv.

Doch dieser Respekt darf eben nicht in Angst oder sogar Panik umschlagen. Wenn Anleger panisch werden, tun sie unüberlegte Dinge, die dann auch noch viel Geld kosten können.

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Persönlich halte ich die Sorgen vor dem Crash übertrieben. Ich sage immer: „Wer sein Depot sturmfest macht, der muss den Sturm nicht fürchten.“ Nun haben viele Investoren in der großen Korrektur im Sommer Geld verloren. Diese Investoren haben nicht auf die Warnsignale geachtet, die klar zu erkennen waren.

Sommer-Korrektur an den Börsen habe ich schon im Februar klar vorhergesagt

So schrieb ich schon im Februar 2015: „Die Korrektur wird kommen, da bin ich mir sicher. Aktuell haben sich die Börsenkurse nahezu komplett von der realen Wirtschaft abgekoppelt.

Die Wachstumsraten der deutschen Wirtschaft von nur 1% und ein DASX-Zuwachs von knapp 10% in wenigen Wochen passen einfach nicht zusammen. Das wird schon bald zum bösen Erwachen führen.“

Nach der Warnung im Februar stieg der DAX sogar noch auf ein Plus von mehr als 20% an. Genau da empfahl ich den Lesern meines Börsendienstes „Crash Investor“ zwei Absicherungspositionen, die direkt danach klar im Preis anstiegen.

So etwas ist eine aktive Absicherung, die eben genau im Krisenfall hilft. Welche Möglichketen Sie noch haben, erfahren Sie auch regelmäßig hier an dieser Stelle.


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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.