Viele Wirtschaftsdaten so schlecht wie seit 2008 nicht mehr

Kurse Hand Charts Crash – MR.LIGHTMAN1975 – shutterstock_413650720

Ob in den USA oder in China: Viele Wirtschaftsdaten sind derzeit so schwach wie seit der globalen Finanzkrise 2008/2009 nicht mehr. (Foto: MR.LIGHTMAN1975 / Shutterstock.com)

Immer wieder habe ich in der letzten Zeit an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass sich die wirtschaftlichen Daten in vielen Sektoren so sehr verschlechtert haben wie seit 2008 oder auch 2009 nicht mehr. Sie erinnern sich: Das war die letzte große Finanzkrise.

Doch es gibt auch aktuelle Daten, die sind sogar noch deutlich schlechter. Einige Daten sind zuletzt so stark eingebrochen wie noch niemals der Geschichte zuvor. Dazu reicht ein kurzer Blick nach China. Dort sind die Unternehmensgewinne in der Industrie im Oktober 2019 kollabiert. So rauschten die Gewinne im Vergleich zum Vorjahr um 9,9 % unten. So etwas hat es noch nie gegeben. Gleichzeitig hat es in vier der vergangenen sechs Monate einen Gewinnrückgang in der chinesischen Industrie gegeben.

Hier sehen sie deutlich, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China auf jeden Fall schon aktive Auswirkungen hat. Und auch wenn US-Präsident Donald Trump immer wieder von einer möglichen Lösung spricht, so haben wir bisher hier noch keinen Befreiungsschlag erlebt.

Deutschland Regierung Reichstag – shutterstock_526234636

Deutsche Industrie gerät immer stärker unter DruckNoch immer wird die Heerschar der Analysten von aktuellen Daten aus der Deutschen Industrie negativ überrascht. Die Industrie gerät indes immer stärker unter Druck. › mehr lesen

US Verbraucher nicht mehr so optimistisch

Ein wichtiger Indikator für die Stimmung in der Wirtschaft ist immer das messbare Verbrauchervertrauen. Das ist nun in den vereinigten Staaten den vierten Monat in Folge gefallen. Zudem lag der jetzt gemeldete Wert von 125,5 Punkten sogar noch unterhalb der Schätzung der Analysten. Die hatten sogar einen Anstieg auf 126,6 Punkte erwartet. Das weitere Abrutschen kam somit jetzt überraschend und könnte auch noch weitere Auswirkungen für die wirtschaftliche Entwicklung der Vereinigten Staaten im kommenden Wahljahr 2020 haben.

Und selbst die Superreichen in den USA geben derzeit weniger aus als zuletzt. Das ergeben Daten der Ratingagentur Moody`s. So haben die reichsten 10 % der US-Bürger im zweiten Quartal ein Prozent weniger ausgegeben als noch ein Jahr zuvor. Schaut man auf die etwas längerfristige Entwicklung so ist der Durchschnitt der Ausgaben der vergangenen vier Quartale zuletzt so stark zurückgegangen wie zuletzt während der großen Finanzkrise die zwischen 2007 und 2009.

Dieses Stimmungsbild zeigt Ihnen einmal mehr: Die wirtschaftlichen Daten deuten ganz klar auf eine Abschwächung hin. Da ist es fast egal, ob es um die USA oder China geht, die Vorzeichen drehen ins Negative. Noch davon ist an den Börsen nichts zu merken. Doch genau das macht auch die große Gefahr aus. Je länger die wirtschaftliche Realität und die Börsen auseinanderlaufen, desto größer ist nicht nur die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur, sondern desto heftiger wird sie dann auch tatsächlich ausfallen. Insofern gilt jetzt: Sichern Sie sich schon aktiv gegen den kommenden Einbruch an den Aktienmärkten ab.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Günter Hannich. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz