Villeroy & Boch bestätigt nach 1. Quartal die eigene Prognose

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Villeroy & Boch startet verhalten in das Geschäftsjahr 2019, bestätigt aber dennoch die eigenen Prognosen für das Gesamtjahr. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Die meisten von Ihnen werden Villeroy & Boch (V&B) kennen. Vielleicht haben Sie selbst ein Waschbecken oder Geschirr von dem saarländischen Unternehmen.

Dass V&B an der Börse gelistet ist, weiß vermutlich nicht jeder. Der Nebenwert ist auf jeden Fall einen Blick wert. Warum das so ist, erfahren Sie gleich. Darüber hinaus erfahren Sie, wie die heute vorgelegten Zahlen für das 1. Quartal 2019 im Detail ausgefallen sind. Zuvor stelle ich Ihnen jedoch kurz das Unternehmen V&B vor.

Traditionsunternehmen Villeroy & Boch im Portrait

Das bereits im Jahr 1748 gegründete Traditionsunternehmen ist in 2 Sparten aktiv. Im Bereich Bad & Wellness produziert V&B Badkollektionen, Badmöbel, Armaturen und Badaccessoires. Die Sparte Tischkultur deckt hochwertiges Geschirr, Kristall und Besteck ab.

Im Bereich Tischkultur war der Umsatz eine Zeit lang rückläufig.

Der Grund: Das Unternehmen hat sich aus unrentablen Geschäften zurückgezogen. Außerdem konzentriert sich V&B auf margenstärkere Handelswege und reduziert Rabattaktionen, um die Marke zu schützen.

Zeitgleich wuchs das Segment Bad und Wellness, das für den Großteil der Erlöse verantwortlich ist, kräftig. Deshalb investiert V&B hier massiv in den Ausbau der Produktionskapazitäten.

Das 1. Quartal 2019 im Überblick

V&B erzielte im 1. Quartal des laufenden Jahres einen Umsatz in Höhe von 197,7 Mio. Euro. Dem sehr erfreulichen Umsatzwachstum im Unternehmensbereich Tischkultur (+6,2 %) stand nach Unternehmensangaben ein durch temporäre Sondereffekte geprägter schwacher Jahresstart des Unternehmensbereichs Bad und Wellness gegenüber.

Positiv hervorzuheben ist die Tatsache, dass zunehmende Auftragseingänge in den ersten 3 Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zum 31. Dezember 2018 zu einer Erhöhung des Auftragsbestands um 13 Mio. Euro auf 72,8 Mio. Euro geführt haben. Ein Großteil des Auftragsbestands (55,6 Mio. Euro) entfällt auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness.

Der operative Gewinn (EBIT) verminderte sich im 1. Quartal dieses Jahres bedingt durch die insgesamt rückläufige Umsatzentwicklung um 2,6 Mio. Euro auf 8,5 Mio. Euro. Daraus ergibt sich eine operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) von 4,3%.

Positive Prognose für das laufende Jahr

Aufgrund des von Sondereffekten geprägten Geschäftsverlaufs der ersten 3 Monate und der wieder anziehenden Auftragseingänge ist der Vorstand der Villeroy & Boch AG zuversichtlich, den Prognoserahmen für Umsatz und Ergebnis im Gesamtjahr 2019 erreichen zu können. Folglich geht das V&B-Management unverändert von einer Steigerung um jeweils (bei Umsatz und Ergebnis) 3 bis 5% aus.

Die V&B-Aktie, die im vergangenen Jahr in der Spitze noch bei rund 20 Euro notierte, war im Dezember 2018 bis auf unter 12 Euro abgestürzt. In der Folge konnte das Papier jedoch schon wieder auf über 16 Euro klettern. Derzeit notiert die Aktie bei gut 15 Euro und bietet damit auf mittlere Sicht wahrscheinlich weiteres Potenzial nach oben.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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