Villeroy & Boch weiter auf Wachstumskurs

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Das deutsche Traditionsunternehmen Villeroy & Boch legte 2018 bei Umsatz und Ergebnis zu und will in diesem Jahr weiter wachsen. (Foto: Vintage Tone/Shutterstock)

Die meisten von Ihnen werden Villeroy & Boch (V&B) kennen. Vielleicht haben Sie selbst ein Waschbecken oder Geschirr von dem saarländischen Unternehmen.

Dass V&B an der Börse gelistet ist, weiß vermutlich nicht jeder. Der Nebenwert ist auf jeden Fall einen Blick wert. Das zeigen auch die heute vorgelegten Zahlen, auf die ich gleich ausführlich eingehen werde, nachdem ich Ihnen das Unternehmen kurz vorgestellt habe.

Villeroy & Boch: Traditionsunternehmen

Das bereits im Jahr 1748 gegründete Traditionsunternehmen ist in 2 Sparten aktiv. Im Bereich Bad & Wellness produziert V&B Badkollektionen, Badmöbel, Armaturen und Badaccessoires. Die Sparte Tischkultur deckt hochwertiges Geschirr, Kristall und Besteck ab.

Im Bereich Tischkultur war der Umsatz zuletzt rückläufig. Der Grund: Das Unternehmen hat sich aus unrentablen Geschäften zurückgezogen. Außerdem konzentriert sich V&B auf margenstärkere Handelswege und reduziert Rabattaktionen, um die Marke zu schützen.

Dagegen wächst das Segment Bad und Wellness, das für den Großteil der Erlöse verantwortlich ist, kräftig. Deshalb investiert V&B hier massiv in den Ausbau der Produktionskapazitäten.

Gute Zahlen für 2018

V&B hat im zurückliegenden Jahr den Umsatz um 2% auf 853,1 Mio. Euro steigern können. Erstmals darin enthalten sind Erlöse aus dem Lizenzgeschäft, die im Vorjahr als sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen wurden. Währungs- und lizenzbereinigt beträgt der Umsatzzuwachs sogar 2,8%.

Der operative Gewinn (EBIT) legte im Vergleich zum Vorjahr um 7,6% auf 53,6 Mio. Euro zu. Ursächlich hierfür waren nach Angaben des Unternehmens vor allem die sehr gute Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmensbereichs Bad und Wellness sowie ein effektives Kostenmanagement.

Der Nettogewinn legte mit einem Plus von 13,8% auf 33,9 Mio. Euro sogar noch deutlicher zu. Dafür sorgte neben der guten operativen Geschäftsentwicklung auch eine niedrigere Steuerquote von 31,1%. Ebenfalls positiv: Die Eigenkapitalquote legte um 2,4 Prozentpunkte zu und liegt nur mit 30,7% oberhalb der 30%-Marke.

Die Aktionäre von V&B sollen mit einer um 3 Cent je Aktie erhöhten Dividende von der guten Geschäftsentwicklung des Vorjahres profitieren. Die Dividende je Vorzugsaktie soll bei 0,60 Euro liegen und die Ausschüttung je Stammaktie bei 0,55 Euro.

Positiver Ausblick und moderate Bewertung

V&B-Chef Frank Göhring kommentiert die Zahlen für 2018 wie folgt: Ich freue mich, dass wir unseren Umsatz und das Ergebnis in 2018 erneut steigern konnten. Und sagt weiter: Auch wenn wir für 2019 nur von einem moderaten weltwirtschaftlichen Wachstum ausgehen, schätzen wir das Marktumfeld für unser Unternehmen als grundsätzlich intakt ein.

Daher geht das V&B-Management für das laufende Geschäftsjahr 2019 von einer Umsatzsteigerung um 3 bis 5% aus. Das operative EBIT soll ebenfalls um 3 bis 5% zulegen. Angesichts des weiteren Wachstums und der vergleichsweise moderaten Bewertung ist die V&B-Aktie aus meiner Sicht einen Blick wert.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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